1201 - 1300

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1202

  • Regentschaft von Heinrich III. (bis 1246), mit dem die männliche Linie ausstirbt (vgl. Kahsnitz 1992, S. 11-17) (eb)
Februar - Nachdem sein Vater Graf Heinrich II. von Sayn vermutlich Anfang des Monats verstorben ist, folgt ihm sein Sohn Graf Heinrich III. In der Reichspolitik steht dieser im Konflikt zwischen Welfen und Staufern bis 1215 fest auf Seiten der Welfen (Halbekann 1997, S. 17f., S. 71ff.). (ak)

1205

25. Juli - Bruno IV. von Sayn, Propst des Cassiusstiftes in Bonn, wird Kölner Erzbischof. (Fuchs 1990, S.180) (eb)

1216

1222

27. Februar - Erzbischof Engelbert von Köln bestätigt die durch eine Schenkung des Grafen Heinrich von Sayn ermöglichte Umsiedlung des Klosters Marienstatt vom Altenklosterhof an seinen heutigen Standort. In der Zeugenliste erscheint unter den Geistlichen an letzter Stelle Wirich, Pleban in Altenkirchen. (Struck 1965, S. 7f., Nr. 8) (ak); der Volltext ist abgedruckt bei (Beyer 1874, S.156/57) (eb)

1247

1. Januar - Graf Heinrich III. von Sayn verstirbt in der Silvesternacht 1246 (vgl. Halbekann 1997, S. 68ff.). Der Übergang der Herrschaft und die Erbteilung fallen damit eindeutig in das Jahr 1247. (ak).
29. August - Die Witwe des verstorbenen Grafen Heinrich III., Mechthild von Sayn, überlässt den vier Söhnen der älteren saynischen Erbtochter, der Gräfin Adelheid von Sponheim, große Teile der saynischen Herrschaft und der saynischen Güter. Diese gelangen so an die Grafen von Sponheim. (Landesherrschaft) Anders als z. B. Burg und Stadt Hachenburg oder Burg Freusburg findet Altenkirchen keine direkte Berücksichtigung in den Einzelbestimmungen zur Erbfolge (vgl. Gensicke 1958, S. 269f.). Die sponheimischen Erben haben in der Folgezeit die überregionale Bedeutung der saynischen Herrschaft nicht wahren können. (ak)

1253

20. September - Johann von Sponheim, der sich seit 1246 auch Graf von Sayn nennt, erhält die Häfte der alten Grafschaft Sayn (Gensicke 1958, S. 271). (eb)

1254

  • Gottfried von Sponheim (1253-1283) nennt sich Graf von Sayn. Sein Vater Johann von Sponheim behält bis zu seinem Tod 1265 die Oberhoheit der Grafschaft. (Gensicke 1958; S.271)

1258

  • Erste Erwähnung der Hohen Straße als Rheinische Kaufmannsstraße zwischen Köln und Frankfurt, die durch Altenkirchen verlief (vgl. Heinemann 2004, S. 217). (eb) - Auch in der von Heinemann 2004 zitierten Quelle (Wiegand, Fritz: Die "Hohe Straße" erlebt die Geschichte unserer Heimat. - Heimat-Kalender für den Kreis Neuwied 1953, S. 97) findet sich kein Hinweis, aus welcher Urkunde die Datierung abgeleitet wird. Völlig unabhängig davon sind die Anfänge der "Hohen Straße" in einem schon lange vor dem Mittelalter genutzten Fernweg zu sehen, der Frankfurt und Köln über einen den Westerwald querenden Wasserscheiden-Weg verband. (ak)

1268

  • Der Zentgerichtsbezirk Birnbach wird als "officium de Byrenbag" urkundlich genannt. Er umfasst die Kirchspiele Birnbach, Altenkirchen, Flammersfeld, Mehren, Hamm, Leuscheid, Altstadt, Hachenburg, Kroppach, Alpenrod und bildet damit den Ostteil des Auelgaus (vgl. Baldus 1986, S.172). (eb)

1270

Mai - In einer Urkunde Graf Gottfrieds I. taucht der Pleban Gottfried von Altenkirchen auf. (Struck 1965 Nr. 76, zitiert nach Grathoff 2011, S.458) (eb)

1273

11. September - Die Pfalzgrafen legen 1661 einen Revers über die Belehnung Graf Gottfrieds I. von Sayn mit der Grafschaft durch Pfalzgraf Ludwig vor. (Bericht 1661, S. 17-18) (eb)

1283

  • Nach dem Tod Graf Gottfrieds I. folgt ihm sein Sohn Johann I. von Sayn (1283-1324). (Gensicke 1958, S. 272) (eb)

Anmerkung: In der historisch-landeskundlichen Literatur finden sich seit Jahrhunderten irritierend widersprüchliche Angaben zu den Landesherren mit Namen Johann aus dem Hause Sayn. Nach einer weit verbreiteten Auffassung wird der am 23. Nov. 1324 verstorbene Graf als Johann I. von Sayn gezählt (Moser 1749, Dahlhoff 1874, Gensicke 1958). Nach einer anderen Lesart ist Graf Johann von Sponheim als Johann I. von Sayn zu werten (so z. B. Gründliche Deduktion 1745). Die von Moser 1749 gebrachte Stammtafel lässt aus ungeklärten Gründen auf Johann III. von Sayn Johann V. folgen, und somit endet diese Reihe mit Johann VI. welcher 1560 verstarb. Hauptsächlich über Dahlhoff 1874 dürften die widersprüchlichen Angaben Eingang in die heimatgeschichtliche/regionalgeschichtliche Literatur gefunden haben. Sie finden sich auch in aktuellen internetbasierten Darstellungen, so z. B. unter www.regionalgeschichte.net oder unter de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Sayn. Für diese Übersicht soll der Darstellung von Gensicke 1958 gefolgt werden.

1294

14. April - Die Grafschaft Sayn wird geteilt. Altenkirchen bleibt bei Graf Johann I. von Sayn (Gensicke 1958, S. 273). Dieser macht Hachenburg zur Residenz, das so zum Hauptort der Grafschaft aufsteigt (Struif 1999, S.25) (eb). (Landesherrschaft)

1298

  • Altenkirchen mit Schloss, Stadt und Amt kommt zur Herrschaft Sayn. Zum Amt Altenkirchen gehören die Kirchspiele Altenkirchen, Birnbach und Mehren. Frühere Besitzer waren die Grafen von Neuenahr. (Moser 1749, S. 398) (ak)
22. September - "Johann Edler v. Nuenare und Herr v. Saffenberg bekennt, dass er von seinem Vetter (consanguineo) Grafen Jo.(hann) v. Sene 200 Mark Lehensgeld erhalten habe, und beweist dafür 20 Mark Lehensrente, nämlich 8 Mark aus den Gütern zu Rudesberg, welche er von Jo. (hann) dem Sohne Leo's gekauft hat, und 12 Mark in Aldenkirgin." (Goerz 1886, S. 623, Nr. 2795) - Es ist schwer nachvollziehbar, wie aus dieser Urkunde die von Moser 1749 (S. 398) getroffenen Aussagen abgeleitet werden können. Unter Berufung auf Moser 1749 führt auch Heinrich Gottfried Gengler (Hrsg.): Codex Juris Municipalis Germaniae Medii Aevi. Regesten und Urkunden zur Verfassungs- und Rechtsgeschichte der deutschen Städte im Mittelalter. Erster Band. Erlangen 1863, S. 30, die Grafen von Neuenahr als Vorbesitzer Altenkirchens an. Dem fügt Gengler noch irrig hinzu, Altenkirchen sei zum Hauptort der Herrschaft saynischer Grafen erhoben worden. J. J. Moser hat seine Angaben evtl. nachlässig recherchiert, ist aber evtl. auch ein parteiischer Berichterstatter. Denn der Status von Schloss, Stadt und Amt Altenkirchen war Gegenstand lehensrechtlicher Auseinandersetzungen (Anonymus 1664, Cap. XXV-XXVII; Haas 1797, S. 166). Wahrscheinlich haben Dahlhoff 1874, Mooren 1892 und Bitterauf-Remy 1935 gleichlautende Angaben ungeprüft übernommen.(ak)

1300

6. April - Der Dechant von St. Severin in Köln befiehlt die Exkommunikation von 17 Plebanen, weil sie ungeachtet der Exkommunikation des Grafen Johann von Sayn geistliche Amtshandlungen ausgeführt hätten; davon ist auch der Pleban (= Leutpriester, also der tatsächliche Verwalter der Pfarrstelle) von Altenkirchen ("Aldinkirgin") betroffen (vgl. Goerz 1886, S. 668f., Nr. 3007). (ak)




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