1940

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1940

  • Die Ortsgruppe Altenkirchen des Westerwald-Vereins unter Leitung von Kaufmann Stock hat 47 Mitglieder. (Der Westerwald, 1988, Heft 2,S.67) (eb)
4. Januar - Die Organisation Kraft durch Freude der Deutschen Arbeitsfront veranstaltet ein Varieté. (Nationalblatt, 4.1.1940) (eb)
20. Januar - Nach einer Verordnung werden ab 1. März die Münzen zu einer Reichsmark aus reinem Nickel ungültig. Sie können bis 31. Mai umgetauscht werden. (Nationalblatt, 6.4.1940) (eb)
24. Januar bis 11. Februar - Es gibt Unterrichtsausfall wegen starker Kälte. (Schultagebuch Michelbach, S.64) (eb)
28. Januar - Das Westmark-Landestheater bringt das Theaterstück "Krach um Jolanthe" von August Hinrichs zur Aufführung. (Nationalblatt, 23.1.1940) (eb)
18. Februar - Das Westmark-Landestheater bringt das Theaterstück "Ein ganzer Kerl" von F. P. Buch zur Aufführung. (Nationalblatt, 17.2.1940) (eb)
1. März - Die Organisation Kraft durch Freude der Deutschen Arbeitsfront veranstaltet ein Konzert mit dem Schulze-Prisca-Quartett. (Nationalblatt, 1.3.1940) (eb)
2. März - Das Kriegswinterhilfswerk veranstaltet ein Konzert mit dem Musikkorps der Wehrmacht und dem Männergesangverein Altenkirchen. (Nationalblatt, 28.2.1940) (eb)
3. März - Die Organisation Kraft durch Freude der Deutschen Arbeitsfront veranstaltet ein Variete des Gau-Variete-Zuges. (Nationalblatt, 27.2.1940) (eb)
9. März- Durch die Polizeiverordnung zum Schutz der Jugend (Reichsgesetzblatt, Nr. 47, 16.3.1940, S.499-500) werden verschärfte Schutzvorschriften für Jugendliche unter 18 Jahren in der Öffentlichkeit erlassen. (eb)
24. März - Das Westmark-Landestheater bringt das Theaterstück "Kabale und Liebe" von Friedrich Schiller zur Aufführung. (Nationalblatt, 22.3.1940) (eb)
1. April
  • Es kommt zur Einrichtung einer Landwirtschaftlichen Berufsschule für Mädchen in Leuzbach, die zeitweilig 6 Klassen mit 120 Schülerinnen hat. (RZ, 18.6.1960) (eb)
  • Vom 1. April bis 6. Oktober gilt Sommerzeit mit dem Vorstellen von 2 auf 3 Uhr nachts bzw. Zurückstellen von 3 auf 2 Uhr nachts. (Reichsgesetzblatt, Nr. 20, 30.1.1940, S. 232) (eb)
10. April - Durch Runderlass des Innenministeriums werden die Gemeinden angewiesen, auf die Beflaggung und Ausschmückung der Ortschaften zum 1. Mai zu verzichten. (Ministerial-Blatt, Nr. 16, 17. 4. 1940, S.771-772) (eb)
11. Mai - Es wird ein Ausgehverbot für Juden während der Abend-und Nachtstunden erlassen. (Aufderheide/Ebbinghaus/Zeiler 1987, S.317) (eb)
14. Mai- Eine Verordnung über den Umgang mit Kriegsgefangenen tritt in Kraft (Reichsgesetzblatt, Nr. 86, 17.5.1940, S. 769). (eb)
27. Mai - Das Nationalblatt veröffentlicht eine Warnung an die Leser Kein Umgang mit Kriegsgefangenen (Nationalblatt, 27.5.1940). (eb)
Frühjahr - Truppen der Wehrmacht werden in Teile der Stadt und ins Umland gelegt. (Herrmann 2005, S. 14; Herrmann vermutet einen Zusammenhang mit dem am 10. Mai beginnenden Westfeldzug.) (sts)
25. Juni - Es gibt Unterrichtsfrei wegen des Waffenstillstands mit Frankreich. (Schultagebuch Michelbach, S.66) (eb) (Propaganda)
28. Juni - Es ergeht die Verordnung über die Erfassung der weiblichen Jugend für den Reichsarbeitsdienst (Reichsgesetzblatt, Nr. 117, 29.6.1940, S. 935-936). (eb)
20. Juli - Der NSV-Kindergarten wird durch Pg. Stelz als Vertreter des Ortsgruppenleiters eingeweiht. (Nationalblatt, 20.7.1940) (eb)
1. August
  • Die 50 Pfennig-Münzen aus Nickel aus den Prägejahren 1927 bis 1939 werden außer Kurs gesetzt. (Schön 2004, S.110) (eb)
  • Der Tag ist Rücksendetermin der Meldebogen aus den kirchlichen und staatlichen psychiatrischen Anstalten für ein Verfahren zur planwirtschaftlichen Erfassung der Heil- und Pflegeanstalten. In diesem Meldebogen wird jeder Patient mit seiner Arbeitsfähigkeit, den Diagnosen und der Häufigkeit seiner Besuche erfasst. Er dient als Grundlage der bald einsetzenden Mordaktion unter dem Deckmantel der Euthanasie. (Frings 2006, S.147) (eb)
24. August - Der in Altenkirchen geborene Kapitän zur See Ernst Lindemann übernimmt das seinerzeit größte deutsche Schlachtschiff Bismarck als Kommandant. (RZ, 16.12.2009) Vgl. auch die Rede Ernst Lindemann Hamburg 1940. (eb)
Herbst - Bis zu 290 zivile Arbeitskräften aus den besetzten Staaten werden angeworben und zwangsverpflichtet, untergebracht in einem Lager der Stadt. (Catalogue 1950, Teil II, S.531) Das vormalige Arbeitsdienst-Lager befand sich hinter dem Postamt in Richtung Wiedstraße. (Luftbild bei Herrmann 2005)(eb)
24. September - Es ergehr die Mahnung an die Leser: "Feind bleibt Feind". (Nationalblatt, 24.9.1940) (eb)
4. Oktober - Es erscheint die Mitteilung an die Leser: "Gerechte Strafen für Preissünder". (Nationalblatt, 4.10.1940) (eb)
21. Oktober - Ein Kammermusikabend mit dem Schulze-Prisca-Quartett wird durchgeführt. (Nationalblatt, 21.10.1940) (eb)
22. Oktober - In einem Schreiben an die Ortsbauernführer rügt der Landrat, dass "in vielen Ortsbauernschaften" Kartoffeln direkt vom Erzeuger an den Verbraucher verkauft werden, ohne dass Kontrollscheine dazu ausgefüllt werden. Alle Erzeuger sollen nochmals auf die Kontrollscheinpflicht hingewiesen werden und die Ortsbauernführer sollen sich durch Kontrollen davon überzeugen. (Ernährungsamt des Kreises - Rundschreiben 83/40) (eb)
23. Oktober - Es ergeht die Warnung an die Leser: "Frau, die ihre Ehre vergaßen" mit Beispielen aus den Nachbarkreisen. (Nationalblatt, 23.10.1940) (eb)
30. Oktober - Das Westmark-Landestheater spielt "Die vier Gesellen" von Joachim Huth. (Nationalblatt, 26.10.1940) (eb)
2. November - Juden zwischen 18 und 55 Jahren werden zum Zwangsarbeitseinsatz befohlen. (Aufderheide/Ebbinghaus/Zeiler 1987, S.317) (eb)
29. November - Die Mahnung geht an die Leser. "Würde und Stolz gegenüber Kriegsgefangenen" - Abstand halten. (Nationalblatt, 29.11.1940) (eb)
2. Dezember - Es ergeht von höchster Stelle her eine Anordnung zum Läuten der Kirchenglocken (Tageb. Geh. Nr. 268/40), um den Flugmeldedienst und die Flakartillerie nicht zu stören. (Abdruck der Anordnung in Herrmann 2005, S. 20) (sts)
5. Dezember - Der Amtsbürgermeister informiert das evangelische Pfarramt darüber, dass mit Anweisung vom 25. Oktober des Reichsministers für die kirchlichen Angelegenheiten und auf Befehl Adolf Hitlers "in allen Orten, in denen nachts Fliegeralarm war", die Kirchenglocken nicht vor 13 Uhr geläutet werden dürfen (I 22416/40 II) und mit Anweisung vom 29. Oktober des Reichsministers für die kirchlichen Angelegenheiten und auf Befehl Adolf Hitlers täglich wiederkehrende kirchliche Veranstaltungen nicht vor 10 Uhr stattfinden dürfen. (I 13086/40 II; Abdruck des Schreibens in Herrmann 2005, S. 17) (sts)



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