1541 - 1560

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1541

  • Der Kanoniker Johann Goldershoben wird als de antiqua ecclesia genannt. (Höroldt Cassius, S.267) (bb)
7. März - Zum Tausch der Untertanen zwischen Berg und Sayn kommt es zu einem Vergleich. (Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Best. 340, Nr. 12973) (Hardt 2012, Nr. 3010, S. 1803) (Vgl. den Eintrag zum 7.3.1537) (eb)
10. April - Dechant und Kapitel der Kollegiatkirche St. Cassius zu Bonn quittiren dem Grafen Johann zu Sayn und Herr zu Homburg den Empfang von 160 Rädergulden Pachtgeld für ihren Zehnten in der Grafschaft Sayn vom Jahr 1540 durch Rembold Freilingen des Grafen Befehlshaber zu Rheinbach. (Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Best. 340, Nr. 12975)
29. Juli - Im Regensburger Reichstagsabschied werden die Stände aufgefordert, bis zur Klärung der Religionsfrage selbst für eine (katholische) Reformation kirchlicher Missstände in ihrem Territorium zu sorgen. (Strohm/Jürgens 2002, S.125) (eb)

1542

  • Die Brüder Johann IX. und Sebastian II. regieren die Grafschaft (bis 1555) gemeinsam. (Gensicke 1958, S.339 Anmerkung 15) (Landesherrschaft)(eb)
  • Im Jahr tritt die Pest auf. (Orte werden nicht genannt.) (Sinemus 1933, S.242) (eb)
  • Erzbischof Hermann von Wied nimmt den noch minderjährigen Heinrich von Sayn (später Heinrich IV. *1539 +1606) in die Priesterschaft des Kölner Domkapitels auf. (Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Best. 340, Nr. 12996) (eb)
10./11. März - Die Landstände des Erzbistums Köln, darunter die Grafen von Sayn, halten einen Landtag in Bonn. Sie verhandeln Vorstellungen des Erzbischofs Hermann V. von Wied zur Reformation der Kirche. (Schlüter 2005, S. 27) (eb)
1. September - Hermann von Wied legt einen Reformationsentwurf in lateinischer Sprache vor. (Schlüter 2005, S.28) (eb)

1543

  • Der dritte Sohn des Grafen Johann IX. von Sayn, Graf Hermann von Sayn, wird geboren.
12./15. März - Ein Landtag in Bonn berät die Vorstellungen des Erzbischofs zu einer Reformation im Erzbistum. (Deckers 1837, S. 14) (eb)
22./23. Juli - Ein neuer Landtag in Bonn berät die Vorstellungen des Erzbischofs zur Reformation im Erzbistum, die gedruckt noch 1543 erscheinen. Das Kölner Domkapitel stimmt gegen das Einfaltigs Bedencken. (Deckers 1837, S. 27) (eb)
27. Juli - Graf Johann zu Sayn, Herr zu Homburg, Montclair und Meinsberg, bekennt, von Dechant und Kapitel der Sankt Cassiuskirche zu Bonn, deren Hof zu Altendorf bei Altenkirchen und andere Güterstücke nebst dem kleinen Zehnten und den Zehnten von Altenkirchen und seinem Kirchspiel und um Hachenburg für jährlich 38 Gulden auf neun Jahre gepachtet zu haben. :(Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Best. 340, Nr. 13001) (eb)
18. November - Wilhelmus Steinebach von Altenkirchen, Vikarius Sankt Johannes Altars in der Altstadt von Hachenburg, bekennt, dass er Jakob Heynen und Tryngen, Eheleuten, in der Altstadt das Stück Land, welches seinem Altar zugehöre und welches an seines Altars große Wiese stoße auf 7 Jahre einen jährlichen Pacht von 4 Räderalbus verpachtet habe. (Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Best. 340, Nr. 13002) (eb)

1544

31. Mai - Dechant und Kapitel der St. Cassiuskirche zu Bonn schreiben dem gräflich Saynischen Amtmann Johann von Ottenstein zu Hachenburg, sie hätten ihrem Diener Peter von Birnbach befohlen, ihren Fronhof zu Birnbach mit seinem Zubehör zu verwahren und zu umzäunen, damit keine ungewöhnliche Wege und Viehtrift darüber gemacht werde, hierauf habe ihn Hene Oem, Richter zu Birnbach, zu Hachenburg wegen Aufrichtung eines ungewöhnlichen Zaunes angezeigt, worauf ihm eine Strafe angesetzt worden, welches sie für unbillig hielten; auch habe der genannte Richter Hene den Zaun gewaltsam niederreißen lassen, weshalb sie bäten, denselben zur Wiederaufrichtung des Zaunes anzuhalten. (Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Best. 340, Nr. 13007) (eb)
15. Oktober - Erzbischof Hermann von Wied lädt die Erblandesvereinigung in den Kölner Hof ein. (Hardt 2012, Nr.3027, S.1814/1815) Afterdechant und Kapitel des Domstiftes zu Köln laden den Grafen Johann zu Sayn, als Mitglied der Kölnischen Stände ein, den 17. Dezember zu einer Erblandvereinigung behufs der Beratungen über wichtige im beigefügten Schreiben näher bezeichnete, das Land betreffende Gegenstände. (Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Best. 340, Nr. 13008) (eb)
18. November - Das Domkapitel lädt die weltlichen Stände zu einem Landtag in Köln vor. (Schlüter 2005, S. 32) (eb)
24. November - Kaiser Karl V. erlässt an Mandat an alle Stände, mit dem er sie auffordert, jegliche Neuerungen im Glauben zu unterlassen. (Schlüter 2005, S. 34) (eb)
2. Dezember - Der Erzbischof ruft die Stände zu einem weiteren Landtag in Bonn. (Schlüter 2005, S. 33) (eb)

1545

10. Juli - Dechant und Kapitel der St. Cassiuskirche zu Bonn schreiben dem Grafen Johann zu Sayn, Herr zu Hombergh, Montclair und Meinsberg, ihr Mitkanonikus Christian von Birnbach habe ihnen des Grafen Schreiben an ihn mitgeteilt, worin der Graf ihnen und den Ahnen aufgibt, zur Vernehmung wegen ihrer Beschwerden auf St. Margarethentag zu Birnbach zu erscheinen und den folgenden Dienstag und Mittwoch die Gedinge zu halten, indessen seien ihre Mit-Kanoniker, welche um die Streitigkeiten wussten, in anderen ihrer Kirche Angelegenheiten verritten, weshalb sie den genannten Tag nicht beschicken könnten; sie bäten daher um Verlegung des Termins auf kurze Zeit. (Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Best. 340, Nr. 13019) (eb)
9. Dezember - Hermann von Wied beruft die Landstände zu einem Landtag nach Bonn ein. Auf seiner Seite stehen die weltlichen Landstände. (Schlüter 2005, S. 35] (eb)

1546

26. Januar - Kaiser Karl V. lässt alle Neuerungen Hermanns V. im Erzbistum Köln annullieren, fordert, sie binnen 15 Tagen gegen Drohung mit der Reichsacht rückgängig zu machen und befreit die Utertanen in dieser Sache vom Gehorsam gegen den Erzbischof. (Schlüter 2005, S. 106) Afterdechant und Kapitel der Domkirche samt der Klerisei und der Universität zu Köln machen bekannt die Erkenntnisse Kaiserlicher Majestät vom 26. Januar 1546 und des Päbstlichen Legaten gegen den Kurfürsten zu Köln, den Domdechanten und seinen Anhang wegen Störung in der Religion. (Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Best. 340, Nr. 13036)(eb)
18. März - Ein Grafentag des Erzbistums Köln findet in Oberwesel statt. Neunzehn Grafen erscheinen. (Varrentrapp 1878, S. 267) (eb)
12. April - Friedrich Pfalzgraf bei Rhein, Herzog in Bayern, belehnt den Grafen Johann zu Sayn, Herrn zu Homburg, Montclair (Munckler) und Meinsberg (Meintzenberg), mit der Grafschaft Sayn, ausgenommen Schloss und Land Freusburg (Freinsperg), mit dem Hause Virneburg (Viernberg), der Grafschaft Solms, die der Graf von Solms in Afterlehen hat, und dem Schloss Braunsberg, das der Graf von Wied inne hat, zu Mannlehen. (Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Best. 340, Nr. 13027 b) (eb)
16. April - Papst Paul III. spricht die Exkommunizierung und Absetzung des Erzbischofs und Kurfürsten von Köln Hermann V. aus. Seine Entscheidung wird am 16. August verkündet. (Schlüter 2005, S. 106/107) (eb)
11. Mai - Das Domkapitel zu Köln verleiht die durch des Johannes Grafen zu Eppstein, Domherrn und Scholastikus, erledigte Kanonikatspfründe zu Köln dem minderjährigen Grafen Hermann zu Sayn, Herrn zu Homburg, Montclair (Munckler) und Meinsberg und lässt dessen Vormund Wilhelm Grafen zu Holstein-Schaumburg-Sternberg, Herrn zu Gemen, Domherrn zu Köln, unter Beistand des Friedrich Vullinck, Dekans der Kollegiatkirche St. Swibert in Kaiserswerth (Caesaris Werdena) Besitz von der Pfründe ergreifen. (Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Best. 340, Nr. 13027 c) (eb)
26. Oktober - Es finden Verhandlungen über eine Abdankung Hermanns von Wied statt. In einem Brief des bestellten Koadjutors Adolf von Schauenburg wird auch Johann IX. von Sayn genannt. (Badea 2009 S.211, Anmerkung 51) Diese Tatsache belegt, dass auch die Grafen von Sayn als Teil der gräflichen Landstände in diesem Reformationsversuch eine Rolle spielten. (eb)

1547

24. Januar - Kaiser Karl V. zwingt die Landstände des Erzbistums auf einem Landtag in Köln zum Gehorsam, sodass der bereits am 3. Juli 1546 bestellte Amtsverwalter bestätigt werden kann. (Schlüter 2005, S. 109) (eb)
12. Juli - Peter von Berbach und Gerde, seine Ehefrau, bekennen, dass sie Fünf Rädergulden den Verwesern der Liebfrauenkapelle zu Hilgenroth auf St. Martinstag alljährlich lieferbar für die Summe von 100 Rädergulden, welche ihnen die Verweser der Kapelle Peter von Niedererbach und Johann von Obererbach bar geliefert und gehandreicht, verschrieben und verweisen diese Rente auf ihre Güter, Haus, Hof soviel sie daran unter dem Glockenschall und dem Gerichtszwange zu Kroppach liegen haben, vorbehaltlich der Wiederablösung. (Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Best. 340, Nr. 13041) (eb)
  • Graf Johann IX. von Sayn wendet sich an den Kaiser und beschreibt die Unzulänglichkeiten des Rechtswesens in der Grafschaft Sayn. Er bittet ihn, ihm eine Ausweitung der Zuständigkeiten des gräflichen Rechtswesens zu gestatten. (Hardt 2012, Nr.3049) (eb)
3. November - Kaiser Karl V. antwortet auf dieses Schreiben, dass er einsehe, dass das Gericht in Rottweil (bei Freiburg im Breisgau) von Sayn aus kaum in Anspruch genommen werden könne. Ohne auf seine Bitte näher einzugehen, bietet er andere Freiheiten an. (Hardt 2012, Nr.3046)
Kaiser Karl V. erteilt dem Grafen Johann zu Sayn auf sein Ansuchen, das Privilegium, dass er, seine Erben seine Diener und Untertanen um bürgerlicher Sachen wegen mit Rottweilischen, Westfälischen und anderen ausländischen Gerichten nicht beschwert werden dürfen, verweist alle Klage an sein und das Reichskammergericht oder sonst vorgesetzte Gerichte und befiehlt allen Kurfürsten, Fürsten den Grafen in dem dem erteilten Privilegium zu belassen, bei seiner und des Reiches Ungnade und 20 Mark lötigen Goldes als Strafe. (Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Best. 340, Nr. 13044)(eb)

1548

25. November - Graf Johann IX. von Sayn heiratet in zweiter Ehe die Gräfin Anna von Hohenlohe-Waldenburg (1520-1594), verwitwete Gräfin von Salm-Kyrburg, seit 14.1.1540 verheiratet mit Johann VIII. Graf von Salm-Mörchingen-Kyrburg. (Dahlhoff 1874, S. 17 dort Angabe 1546 irrig, da der erste Ehemann erst 14. Oktober 1548 starb.) (Landesarchiv Baden-Württemberg- Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein. Signatur Wa 25 Bü 136 : Heirat der Gräfin Anna von Hohenlohe, verw. Wild- und Rheingräfin, mit Graf Johann von Sayn) Aus der Ehe geht die Tochter Anna Amalia von Sayn, spätere Gräfin zu Erbach hervor. (eb)
27. November - Eheberedung durch Philipp Grafen zu Nassau und zu Saarbrücken, Herr zu Lahr, namens Georg Grafen zu Hohenlohe, für dessen Tochter Anna, verwitwete Wild- und Rheingräfin, mit Johann Graf zu Sayn, Herrn zu Homburg, Montclair und Meinsberg mit Bestellung einer Mitgabe von 6000 Gulden und des Wittums auf Rheinbach mit Zubehör nebst Ausdehnung des Verzichtes auf die Grafschaft Hohenlohe bei Eingehung der ersten auch auf diese zweite Ehe, und der Genehmigung des Erzbischofs Adolf zu Köln in Betreff des Wittums. (Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Best. 340, Nr. 13062)
28. November - Graf Johann von Sayn gibt seiner Gemahlin Anna, geborene Gräfin von Hohenlohe, als Morgengabe jährlich 100 Gulden zu Lehen, angewiesen auf Gefälle zu Bendorf. Siegler: Graf Philipp III. zu Nassau-Weilburg. (LHA Koblenz Bestand 30, Urkunde 6422)

1549

19. Februar
- Egenolf Herr zu Rappoltstein, Hoheneck und Geroldseck verschreibt seiner Gemahlin Elisabeth geborene Gräfin zu Sayn 100 Gulden jährlicher Gülten zur Morgengabe, wovon er ihr die ihm auf die Tirolischen Kammergefälle verliehenen 50 Gulden überweist und bedingt, dass die ganze Summe mit 1000 Gulden abgelöst werden könne. (Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Best. 340, Nr. 13081) (eb)
- Elisabeth geborene Gräfin zu Sayn verzichtet mit Wissen und Willen ihres Gemahls Egenolf Herrn zu Rappoltstein, Hoheneck und Geroldseck auf alle Ansprüche an die Grafschaft Sayn und sonstigen Herrschaften zugunsten Ottilien von Nassau-Saarbrücken, Gräfin zu Sayn, Witwe und Johann und Sebastian Grafen zu Sayn, Herren zu Homburg, Montclair und Meinsberg ihrer Mutter und Brüder.(Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Best. 340, Nr. 13082) (eb)
5. April
- Graf Johann IX. von Sayn bestätigt die Pacht des Hofes Aldendorf bei Altenkirchen vom St. Cassiusstift. Der Volltext ist zu lesen bei Staatsarchiv Düsseldorf - Bestand St. Cassiusstift Nr. 540 a. (eb)
- Graf Johann zu Sayn, Herr zu Homburg, Montclair und Meinsberg bekennt, von Dechant und Kapitel der St. Collegiatkirche St. Cassius zu Bonn deren in der Grafschaft Sayn fallenden Zehnten, nämlich welchen sie in der Stadt Altenkirchen auszutun pflegen, als in den Dörfern Giesenhausen, Bergerhausen, den Nister-Zehnten, dann den sie zu Birnbach auszutun pflegen als zu Rheinbach, Wilmershausen, Hilkhausen, Werninghausen, sodann zu Alpenrod nach Abzug von 20 Mudde Kompetenzhafer für den dortigen Pfarrer, ferner den Hof und das Land zu Koberstein, welche früher Johann Mant von Limbach etliche Jahre, und den Zehnten zu "Porrerdt", welcher an Wilhelm Bertram von Herschbach verpachtet war, für jährlich 160 Gulden auf 9 Jahre gepachtet zu haben und stellt wegen der Haltung des Vertrags Bürgen.(Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Best. 340, Nr. 13085) (eb)
- Graf Johann zu Sayn Herr zu Homburg, Montclair und Meinsberg, bekennt, von Dechant und Kapitel der Kirche St. Cassius zu Bonn, deren Hof zu Altendorf bei Altenkirchen nebst Zubehör samt dem Zehnten vor Altenkirchen für jährliche 38 Gulden nebst Haltung der Fohlen, Ochsen und Bieren und Unterhaltung des Rumpfs und Corpus der Kirche zu Altenkirchen und 3 Gulden Weinkauf auf 9 Jahre gepachtet zu haben. (Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Best. 340, Nr. 13087)
20. September - Jacob Brender, Schultheiß zu Hachenburg, schreibt den Kanonikern Christian und Johann von Gollershoben zu Bonn, Pastor zu Hachenburg, worauf sein Herr, der Graf, den Gerhard Bruer mit der Kirche versehen, er bitte sie daher in Abwesenheit seines Herrns, sie möchten dem genannten Gerhart bei den Kommissarien behilflich sein, damit er baldigst abgefertigt werde, da sie zur Zeit in Hachenburg mit geringer Priesterschaft versehen und der Widdenhof sehr verfallen sei. (Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Best. 340, Nr. 13093) (eb)

1550

10. Oktober - Adolf Erzbischof von Köln und Wilhelm Herzog zu Jülich-Kleve-Berg bezeugen dem Domstift Straßburg die eheliche, gräfliche und freie Geburt des Grafen Heinrich zu Sayn, Sohnes des Grafen Johann, der Domherr in Straßburg werden soll. (Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Best. 340, Nr. 13106 a) (eb)

1551

  • Die Pest tritt in Altenkirchen auf. (Sinemus 1933, S.242). (eb) (sts)
  • Die Grafschaft muss vier Reiter und sechs Fußsoldaten zum Reichsheer stellen. (Rausch 1921, S.84) (eb)
28. Februar - Dechant und Kapitel der Kollegiatskirche St. Cassius zu Bonn quittieren dem Grafen Johann zu Sayn, Herrn zu Homburg, den Empfang von 76 Gulden Pachtgeld für ihren Hof Altendorf von den Jahren 1549 und 1550. (Hauptstaatsarchiv Wiesbaden Bestand 340, Urkunde 13108) (eb)

1552

24. Februar - Graf Johann IX. von Sayn versucht das Kloster Sayn zur Bezahlung der Türkensteuer zu verpflichten. Dieser Vorgang kann als Versuch gewertet werden, als Landesherr in das Kloster hineinzuregieren, um es zahlungsunfähig werden zu lassen. Das könnte als früher Versuch gewertet werden, die Reformation schon zu einem früheren Zeitpunkt in der Grafschaft Sayn einzuführen als zu dem 1560 offenkundig gewordenen Datum der Einführung durch Graf Adolf. (Krings 2011, S.89-101 bzw. Regest 16 der Urkunde Hauptstaaatsarchiv Wiesbaden Best. 340, Nr. 65) Vgl. auch die Nachricht zum 26. Oktober 1546. (eb)

1553

  • Im Jahr tritt die Pest auf. (Orte werden nicht genannt.) (Sinemus 1933, S.242) (eb)
26. Oktober - Als die Häuser Sayn und Wied in einem in Altenkirchen aufgestellten Rechtsinstrument versuchen, die strittigen Punkte zur Landnutzung um Lautzert zu klären, sind als saynische Funktionsträger aus Altenkirchen daran beteiligt: Chunradt Stroe als Schultheiß, Mollers Thielgen und Volck Kremer als Schöffen zu Altenkirchen sowie Ruprecht Donner als Waldförster zu Altenkirchen. (Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Best. 340, Nr. 13151) (Hardt 2012, S. 1875ff., Nr. 3119) (ak)
15. Dezember - Der Propst von St. Cassius Johannes Gropper bekundet, dass das widdersteinische Lehen durch Tod heimgefallen ist. (Bonn, St. Cassius, Urkunden Nr. 550) (eb)

1554

  • Als katholischer Kaplan wirkt bis 1561 Heinrich Bunt (* um 1532 Hachenburg), ehe er mit Einführung der Reformation lutherisch wird. Er tritt 1573 die lutherische Pfarrstelle an. Pfarrer (Sinemus 1933, S.61) (eb) - Hardt 2012 (S. 1884f., Nr. 3128) führt für den 29. September 1554 Tilmann Stroe als lutherischen Pastor zu Altenkirchen an. Der ist jedoch zu dieser Zeit kath. Pfarrer in Leuscheid; die Reformation ist noch nicht eingeführt. (ak)

1555

18. März - Die vom Kölner Kartographen Caspar Vopel (Vopelius) erstellte Karte des Rheinlaufes überreicht dieser dem Rat der Stadt Köln. Sie enthält den nach gegenwärtigem Kenntnisstand frühesten Eintrag Altenkirchens ("Aldenkirchn") in einem Kartenwerk. In der Nachbarschaft sind auch Widderstein (Wijderstein) und Koberstein (Couerstein) eingetragen. Ein Kartenausschnitt kann unter www.betzdorf-sieg.de/heimat/sonder/karten/Karten.htm eingesehen werden. Auch die 1560 erscheinende Ausgabe der Rheinlaufkarte Vopels verzeichnet Altenkirchen. (www.dilibri.de) (ak)
10. August - Es kommt zur Erbschaftsteilung zwischen Graf Johann IX. von Sayn und seinem seit 1542 an der Regierung beteiligten Bruder, Graf Sebastian II. von Sayn. (Landesherrschaft) (ak) Johann und Sebastian Grafen zu Sayn, Herren zu Homburg, Montclair und Meinsberg teilen sich in die von ihnen ererbten Ländern in der Art, dass Johann von Sayn das Schloss und Stadt Hachenburg, Schloss und Stadt Altenkirchen und Montclair mit allen Dörfern, Landschaften und Zubehörungen und Sebastian von Seine das Schloss und Tal Freusburg, das Schloss Homburg, das Haus Friedewald mit dem Flecken und das Schloss Meinsberg mit Dörfern und allen Zubehörungen erhält. Das Stammschloss Seine nebst allen Zubehörungen und allen sonstigen von ihren Vorfahren herrührenden Pfandschaften behalten sie in gemeinschaftlichem Besitz und Benutzung.(Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden 340, 13168) (Hardt 2012, Nr.3132, S.1887) (eb)
25. September - Mit dem Augsburger Religionsfrieden fällt dem jeweiligen Landesherrn das Recht zur Glaubenswahl im Reich zu, dem sich die Untertanen beugen müssen (Hennes 1961, S. 10). Damit ist die rechtliche Grundlage für die Einführung der - lutherischen - Reformation auch in Sayn gelegt. Zur Vorgeschichte vgl. die Einträge der Jahre 1520, 1521, 1522, 1529, 1532, 1537, 1538, 1541, 1542, 1543, 1544, 1545, 1546, 1547, 1552, 1554 und 1560. (eb)

1556

17. April - Es wird eine Bergordnung durch den Grafen Sebastian von Sayn erlassen. Sie enthält ein Verbot der Erzausfuhr (vgl. Neu 1956, S.148). Der Text ist abgedruckt bei Cramer 1805 (Anhang Beilage 1). (eb)
29. Mai - Auszug aus einem Instrument über ein von den Stiftsherren von St. Cassius in Bonn zu Birnbach gehaltenes Hofgeding, worin die Zehnten und sonstigen Gerechtsamen derselben in diesem Kirchspiele angegeben sind. Notariatsinstrument kraft dessen die von dem Herzog Wilhelm zu Jülich, Kleve und Berg, Grafen zu der Mark und Ravensberg, Herr zu Ravenstein dazu verordneten Kommissarien und Räte nämlich Wilhelm von Neuhof genannt Ley, Amtmann zu Steinbach, Bertram von Plettenberg, Amtmann zu Banfe, Burg und Hückelhofen, Wilhelm Wissel der Rechte Doktor, Johann von Nesselrode, Amtmann zu Windeck, Johann von Hoeningen, Bergischer Landrentmeister, Reinhard Stappenhover, Rentmeister zu Windeck und Johannes von Bach verordneter Schreiber einerseits und die von Johann und Sebastian Gebrüder Grafen zu Sayn, Herrn zu Homburg, Montclair und Meinsberg, dazu Verordneten nämlich Johann Graf zu Sayn in eigener Person, Johann von Ottenstein, der Grafschaft Sayn Amtmann, Thomas Mant von Koberstein, Hauptmann, Jakob Brender, Schultheiß zu Hachenburg, Peter von Berzhahnn genannt Westerberg, Johann Sauerteig, Rentmeister zu Hachenburg, Homanus Meinhardt, Sekretär, und Johann Froelich, verordneter Schreiber anderseits, nach beschehenen Begang etlicher Güter, welche in das Kirchspiel zu Leuscheid in der Grafschaft Sayn gehörig und zu etlichen Diensten auf das Haus Windeck verpflichtet und daher Dienstmannsgüter benannt werden, durch 16 Zeugen und zwar 8 bergische und 8 saynische nach erfolgter Beeidigung die diese Dienstmanngüter und deren Grenzen beschreiben ließen. (Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Best. 340, Nr. 13182) (eb)
12. Juni - Notariatsinstrument kraft dessen die von dem Herzog Wilhelm zu Jülich, Kleve und Berg, Grafen zu der Mark und Ravensberg, Herr zu Ravenstein dazu verordneten Kommissarien und Räte nämlich Wilhelm von Neuhof genannt Ley, Amtmann zu Steinbach, Bertram von Plettenberg, Amtmann zu Banfe, Burg und Hückelhofen, Wilhelm Wissel der Rechte Doktor, Johann von Nesselrode, Amtmann zu Windeck, Johann von Hoeningen, Bergischer Landrentmeister, Reinhard Stappenhover, Rentmeister zu Windeck und Johannes von Bach verordneter Schreiber einerseits und die von Johann und Sebastian Gebrüder Grafen zu Sayn, Herrn zu Homburg, Montclair und Meinsberg, dazu Verordneten nämlich Johann Graf zu Sayn in eigener Person, Johann von Ottenstein, der Grafschaft Sayn Amtmann, Thomas Mant von Koberstein, Hauptmann, Jakob Brender, Schultheiß zu Hachenburg, Peter von Berzhahnn genannt Westerberg, Johann Sauerteig, Rentmeister zu Hachenburg, Homanus Meinhardt, Sekretär, und Johann Froelich, verordneter Schreiber anderseits, nach beschehenen Begang etlicher Güter, welche in das Kirchspiel zu Leuscheid in der Grafschaft Sayn gehörig und zu etlichen Diensten auf das Haus Windeck verpflichtet und daher Dienstmannsgüter benannt werden, durch 16 Zeugen und zwar 8 bergische und 8 saynische nach erfolgter Beeidigung die diese Dienstmanngüter und deren Grenzen beschreiben ließen.
Örtlichkeiten: Windeck, Irsen, Obersaal, Kocherscheid, Geilhausen, Locksiefen, Kurtsiefen, Petscheid, Egelsbach, Hof (Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Best. 340, Nr. 13183) (eb)
1. Juli - Zwischen dem Grafen Johann zu Wied und den Grafen Johann IX. und Sebastian von Sayn wird ein Vergleich u.a. wegen Widderstein geschlossen. (Schultze 1911, Nr. 1119) (eb)

1557

14. November - Wilhelm Steinebach von Altenkirchen, Vikars des Sankt Johannsaltars in der Altstadt von Hachenburg, verlehnt an Clais Murer von Altenkirchen und Freugen, seine Ehefrau, seines Altars Hofstatt innerhalb von Hachenburg zwischen Berten Clais Haus und Clais Scherers Hofstatt, genannt Fogelen Hofstatt, in der Weise erblich, dass sie und dessen Erben die genannte Hofstatt, worauf sie ihr Haus gebaut und das Gärtchen dahinter so lange erblich besitzen sollen als sie auf Martini jährlich 7 Albus gutwillig geben, auch solle im Falle des Verkaufs der Gebäude auf der Hofstatt der jeweilige Vikar die Erlaubnis zu erteilen und das Verkaufsrecht haben, ein anderer Käufer aber soll sich wieder belehnen lassen. (Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Best. 340, Nr. 13211) (eb)

1558

13. Januar - Für den Zehnten in den Orten Amteroth, Bergenhausen, Ingelbach, Kroppach, Michelbach und Oberölfen zahlt Graf von Sayn 160 Gulden auf 12 Jahre (Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Best. 340, Nr. 13217) (Hardt 2012, Nr.2798, S. 1680-82) (eb) - Prüfen: Die angegebene Urkunde wurde wahrscheinlich auch am 31. Januar 1558 ausgestellt. (ak)
31. Januar - Für den Zehnten im Kirchspiel Altenkirchen zahlt Graf von Sayn 38 Gulden auf 12 Jahre an das Stift St. Cassius. Genannt werden die Orte Hof Altendorf, Hemmelzen, Hüttenhofen, Isert, Langenbach, Michelbach und Niederölfen.(Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Best. 340, Nr. 13217 a) (Hardt 2012, Nr.2798, S. 1680-82) (eb)
31. Januar - Dechant und Kapitel der St. Cassiuskirche zu Bonn verpachten dem Grafen Johann zu Sayn ihre in dessen Grafschaft gelegenen Zehnten auf 12 Jahre (HHStAW Abt. 340/U 13217 b). Namentlich sind erwähnt die Zehnten in Giesenhausen, Bergenhausen, der Nister-Zehnt (räumliche Abgrenzung nicht geklärt), Alpenrod, Mudenbach, Ingelbach, Steinebach, Borod, Hattert, Wied, Niedererbach, Herpteroth, Amteroth, Michelbach, Widderstein, Laad, usw. Die an diesem Tag beurkundeten Verpachtungen beziehen sich wohl auf je verschiedene Zehntberechtigungen. (ak)
25. April - Dechant und Kapitel der St. Cassiuskirche zu Bonn bekennen von Johann Grafen zu Sayn 38 Gulden Pachtgeld für ihren Hof zu Altenkirchen und 160 Gulden für ihren Zehnten zu Birnbach und Altenkirchen vom verflossenen Pachtjahre richtig empfangen zu haben. (Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Best. 340, Urkunde 13220) (eb)
12. Mai - Ein im Namen des Bonner Cassiusstiftes ausgestelltes Notariatsinstrument über den Hof Altendorf ("hoff Altendorff Lutzbach") beschreibt auch dessen Grenzen. (Hauptstaatsarchiv Wiesbaden Best. 340, Nr.13221, Hardt 2012, S. 1908, Nr. 3161; vgl. auch Heinemann 2014, S. 70-72). (ak)
28. Mai - Notariatsinstrument über ein vor der Niederpforte zu Altenkirchen als dem gewöhnlichen Dingplatze gehaltenes Hofgeding in Gegenwart dreier vom Kapitel der Stiftskirche zu Bonn, als Grundherrn des Hofes Altendorf in Altenkirchen, dazu deputierte Kommissarien, des Landschultheißen, vier geschworener Hofmänner des genannten Hofes des Notars und eines Schreibers, wovon des Hofes Gerechtigkeit beweist und ein wörtlich eingerücktes Weisthum anno domini dreißig in pro festo undecimo mill. virg. bestätigt wird. (Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Best. 340, Urkunde 13181) (eb)
17. September - Erzbischof Johann Gebhard zu Köln lädt den Grafen Johann zu Sayn zu dem mit Vorwissen des Domkapitels in Bonn zu haltenden Landtag auf Sonntag den 23. Oktober ein. (Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Best. 340, Urkunde 13224) (eb)
10. Dezember - Johann Gebhard Erzbischof zu Köln, Herzog Wilhelm zu Jülich, von Kleve und Berg, Graf zu der Mark und Ravensberg, Herr zu Ravenstein, Johann Graf zu Nassau und Herr zu Beilstein, Johann Graf zu Salm und Reifferscheidt bescheinigen dem Dompropst und Dechant und Kapitel des Domstifts Speyer die Ebenbürtigkeit des Grafen Hermann von Sayn, zum Zweck dessen Aufnahme als Domherr in das genannte Stift. Als Ahnen sind angegeben: 1. Johann Graf zu Sayn, 2. Elisabeth Gräfin zu Holstein, Schaumburg und Sternberg, 3. Johann Graf zu Sayn, 4. Ottilie Gräfin von Nassau-Saarbrücken, 5. Sebastian Graf zu Sayn, 6. Maria Gräfin von Limburg, 7. Johann Ludwig Graf zu Nassau-Saarbrücken, 8. Elisabeth Pfalzgräfin bei Rhein, Herzogin in Bayern und Gräfin zu Veldenz, 9. Gerhard Graf zu Sayn, 10. Elisabeth, Gräfin von Sierck, 11. Johann Graf zu Limburg, 12. Gute Freie und Edle von Runkel, 13. Graf Johann zu Nassau-Saarbrücken, 14. Elisabeth Gräfin von Württemberg und Mömpelgard, 15. Ludwig Pfalzgraf bei Rhein, 16. Johannette, Herzogin von Croy, 17. Jost Graf von Holstein Schaumburg und Sternberg, Herr zu Gemen, 18. Maria Gräfin von Nassau-Katzenelnbogen, 19. Johann Graf zu Holstein, Schaumburg und Sternberg, Herr zu Gemen, 20. Carida, Freie und edle Tochter zu Gemen, 21. Johann Graf zu Nassau-Katzenelnbogen, Vianden und Diez, 22. Elisabeth, Landgräfin zu Hessen, 23. Otto, Graf von Holstein Schaumburg und Sternberg, 24. Elisabeth, Gräfin von Hohenstein, 25. Heinrich, Herr zu Gemen, 26. Elisabeth, Gräfin von Weuerlinghoven, 27. Johann, Graf zu Nassau, 28. Maria, Gräfin von Loen und Heinsberg, 29. Henrich Landgraf zu Hessen, 30. Anna Gräfin von Kazenelenbogen. (Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Best. 340, Urkunde 13225) (eb)

1559

17. April - Dechant und Kapitel der St. Cassiuskirche zu Bonn quittieren dem Grafen Johann zu Sayn den Empfang von 38 Gulden Pachtgeld für ihren Hof zu Altenkirchen und 160 Gulden für ihren Zehnten zu Birnbach und Altenkirchen vom verflossenen Pachtjahre. (Hauptstaatsarchiv Wiesbaden Bestand 340, Urkunde 13240) (eb)
19. August - Nach der Augsburger Münzordnung, von Kaiser Ferdinand I. errichtet (Flor 1838, S.5) erhalten die Grafen von Sayn das Recht, Gold- und Silbermünzen zu prägen. (Idelberger 1959, S.68) (eb)

1560

22. Januar - Es wird ein Ehevertrag zwischen dem 1558 erwählten, aber erst am 31. Januar 1560 vom Papst bestätigten Erzbischof von Köln Gebhard von Mansfeld und Johann IX. von Sayn für die Tochter Maria von Mansfeld und den Sohn Adolf von Sayn geschlossen. (Hardt 2012, Nr.3177) (eb)
6. März - Graf Johann IX. von Sayn kauft von der badischen Familie Hoheneck einige Westerwälder Orte, darunter Leuzbach. (Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Best. 340, Nr. 13250) (Hardt 2012, Nr.3180, S. 1920/21) (eb)
20. März - Graf Johann IX. von Sayn verstirbt und wird in Marienstatt beigesetzt. Die Grabplatte ist heute noch in der Wand des nördlichen Seitenschiffs der Abteikirche im fünften Joch erhalten. (ak) - Graf Adolf von Sayn (1538-1568) tritt die Nachfolge seines Vaters in der Doppelregentschaft an (Gensicke 1958, S.338 Anmerkung 13). (Landesherrschaft) (eb)
März Unmittelbar nach dem Tode seines Vaters lässt Graf Adolf in Hachenburg ein Sendgericht unter seinem persönlichen Vorsitz halten, sodass das Jahr 1560 als Zeitpunkt der Einführung der Reformation in der Grafschaft Sayn gelten darf (Bergholz 2008). Diese Darstellung folgt Römheld 1960, der das Faksimile und die Transkription eines Protokolls zum Hachenburger Sendgericht vom 9. August 1560 aus dem damals archivalisch nicht erschlossenen Hachenburger Stadtarchiv vorlegt. Allerdings sind sowohl die gebrachte Transkription als auch die Interpretation des Protokolls mit Fehlern behaftet. Das Protokoll lässt klar erkennen, dass der Send allein im Namen des Grafen, aber nicht unter seinem Vorsitz gehalten wurde. Andererseits belegt es die Ersetzung der katholischen Seelenmessen durch eine Wochenpredigt. Somit ist neben der für 1560 belegten Umwidmung der Einkünfte der Bruderschaften und der Jahrgezeiten bei den Kirchen und Kapellen zur Einrichtung von Schulen (Söhngen 1914, S. 294f.) ein weiterer Beleg für die Einführung der Reformation in der Grafschaft Sayn im Jahre 1560 gegeben. Eine verbesserte Umschrift des Sendprotokolls nebst einer kritischen Sichtung der reformatorischen Aktivitäten des Jahres 1560 liefert Struck 1961 ( S.247-49) an etwas versteckter Stelle.(ak)
1. September - Gräfin Maria von Mansfeld-Eisleben (* 12. März 1545; † vor 1588) heiratet in Eisleben) Graf Adolf von Sayn, Confessio Augustana, (* 1538; † 30. Juni 1568; ▭ in Hachenburg), Sohn von Graf Johann IX. von Sayn (1518–1560) und Gräfin Elisabeth von Holstein-Schaumburg (1522–1545) (www.wikipedia.de Stammliste von Mansleben)
21. September
- Kaiser Ferdinand erteilt dem Grafen Adolf zu Sayn nebst seinen ehelichen Leibeserben etc. dieses Namens und Geschlechtes das Recht, alle ihre offenen Briefe und geschlossenen Briefe mit schönem roten Wachs zu siegeln, wie sich dessen, nach Bericht, seine Vorfahren vor 100 und mehr Jahren auch bedient haben, aber aus Nachlässigkeit wieder unterblieben ist. (Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Best. 340, Nr. 13258) (eb)
- Die Genehmigung des Antrags an den Kaiser Ferdinand I., Urkunden mit rotem Wachs siegeln zu dürfen, bedeutet die Anerkennung der Reichsunmittelbarkeit. (Hennes 1961, S.10) (eb)
- Kaiser Ferdinand erteilt auf Ansuchen Graf Adolfs zu Sain dessen Flecken Bendorf, Flammersfeld und Niederfischbach das Recht jährlich 2 Märkte zu halten und zwar dem ersten auf Montag vor Michaelis und Donnerstag nach Allerheiligen, dem zweiten auf Sonntag Cantate und Montag vor Martini, dem letzten auf St. Walpurgen und Montag vor Bartholomäi. (Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Best. 340, Nr. 13260) (eb)




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