Altenkirchener Schüler und Studenten in Herborn

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Altenkirchener als Schüler und Studenten in Herborn

Antonius Kunz/AKdia, November 2009


Die 1584 gegründete Hohe Schule in Herborn war eine universitätsähnliche Einrichtung, der das kaiserliche Universitätsprivileg verwehrt blieb. Es handelte sich nämlich um eine Einrichtung im Territorium eines calvinistischen Reichsgrafen. Gleichwohl entwickelte sich die Hohe Schule zu einer bedeutenden "Bildungsstätte für die Pfarrer, Lehrer, Beamten und Ärzte der oranien-nassauischen Länder sowie der benachbarten Grafschaften"(Zedler/Sommer 1908, S. XIII).

Der Hohen Schule mit ihrem öffentlichen Vorlesungsbetrieb war eine klassengegliederte Lateinschule, das sogenannte Pädagogium, als Zubringereinrichtung vorgeschaltet.

Die nachstehende Übersicht führt in alphabetischer Anordnung alle Schüler des Pädagogiums und alle Studenten der Hohen Schule auf, für die in der Matrikel Altenkirchen als Herkunftsort angegeben ist. Für diese sind alle erschließbaren Daten mitgeteilt. In eckigen Klammern ist die in der Edition von Zedler/Sommer 1908 verwendete fortlaufende Nummer der jeweiligen Einträge angegeben. Ein vorangestelltes P verweist auf die Matrikel des Pädagogiums. Bei der Wiedergabe der Vornamen wurde in der Regel deren latinisierte Form aus der Matrikel nicht übernommen. - Für die Jahre 1725 - 1817 wurde die im Original verschollene Matrikel der Hohen Schule nach Angaben aus überlieferten Archivakten rekonstruiert (Heiler 1935). Den hieraus entnommenen Angaben ist in eckigen Klammern ebenfalls die fortlaufende Nummer dieses Verzeichnisses hinzugefügt, zur Unterscheidung aber ein Asterisk (*) vorangestellt.

In den wenigsten Fällen enthält die Matrikel über die angegebenen Daten hinausgehende Informationen. So ist z. B. nicht zu erkennen, ob einem nur kurzen Besuch des Pädagogiums der Wechsel zu einer anderen Schule, der Abbruch der Ausbildung oder gar der frühe Tod des Schülers folgte. Die Einträge sind auch mit unterschiedlich genauer Datierung vorgenommen. Ausnahmsweise enthält die Matrikel nachträglich vorgenommene Einträge, die in ganz knappen Notizen über das weitere Schicksal eines Studenten informieren.


Liste der Schüler und Studenten


Altgeld, Johannes Hermann: am 17.4.1654 am Pädagogium von Quinta nach Quarta versetzt, am 10.5.1660 aus der Prima entlassen; am 19.5.1660 an der Hohen Schule eingeschrieben [P 3953, P 4565; 2730]. Nachtrag: "apostata extitit, Limburgi ad Lanum vitam privatam egit ibique obiit".

Altgeld, Johannes Ludwig: am 3.5.1684 in die Quarta des Pädagogiums aufgenommen, am 21.4.1687 aus Sekunda versetzt [P 6049, P 6253].

Altgelt, Johann Kaspar: stud. theol. 1764; geb. 1744, gest. 26.8.1823 als Pfarrer von Daaden [*24].

Altgelt, Johann Ludwig: stud. theol. 1764; geb. 1747, gest. 2.2.1789 als Pfarrer von Neviges (Reg.-Bez. Düsseldorf) [*25].

Bellersheim, Johannes Daniel: am 11.10.1683 am Pädagogium von Quarta nach Tertia [P 6028].

Bingelius, Johannes Petrus: 1704 von Marburg kommend an der Hohen Schule eingeschrieben [3723].

Brender (Brenner), Conrad: 1631 ans Pädagogium gekommen [P 3219].

Brender, Ernst: 1628 am Pädagogium in Quinta aufgenommen, am 29.4.1634 unter "promoti ex classe" an der Hohen Schule verzeichnet [P 3156; 2396].

Brender, Johannes: am 27.4.1602 am Pädagogium, am 7.5.1606 an der Hohen Schule. Nachtrag: "praetor provincialis Altenkirchensis" [P1513; 1213].

Brender, Johannes Adam: 1599/1600 am Pädagogium, 1603 an der Hohen Schule [P 1307; 1062].

Brender, Johannes Konrad: 1650 am Pädagogium in Quinta, 1657 aus der Prima des Pädagogiums zur Hohen Schule [P 3629, P 4301; 2685].

Brender, Johannes Heinrich: 1673 in die Tertia des Pädagogiums aufgenommen, dort 1677 von Sekunda nach Prima versetzt [P 5454, P 5685].

Brender, Johannes Jacob: am 15.10.1653 in die Quinta des Pädagogiums aufgenommen, 1655 von Quinta nach Quarta vesetzt; am 24.10.1660 von Siegen kommend in die Prima des Pädagogiums aufgenommen [P 3938, P 4022, P 4612].

Brender, Martin: am 18.3.1673 in die Tertia des Pädagogiums aufgenommen (Bruder des Joh. Heinr. Brender) [P 5453].

Brinck, Eberhard: am 5.11.1613 am Pädagogium aufgenommen[P 2417].

Brinck, Hermann: am 5.11.1613 am Pädagogium aufgenommen "ex schola Duysberg" [P 2416].

Brinck, Wilhelm: am 11.10.1616 am Pädagogium aufgenommen, dort 1620 in Tertia [P 2577, P 2862].

Cramerus (Craemer), Johannes Wilhelm: 1650 am Pädagogium aufgenommen, 1658 an der Hohen Schule; wird beide Male als aus Weyerbusch kommend bezeichnet, daher von Zedler/Sommer 1908 wohl fälschlich Altenkirchen zugeschrieben [P 3630; 2695].

Cramerus (Craemer), Wilhelm Heinrich: 1683 am Pädagogium in Quarta aufgenommen, 1684 aus Quarta nach Tertia, 1685 von Tertia nach Sekunda [P 6026, P 6057, P 6146].

Crollius, Johannes: 1604 nach dem Frühjahrsexamen am Pädagogium aufgenommen [P 1673].

Dohrn, Thomas: am 8.4.1603 an der Hohen Schule eingeschrieben, stammt aus Hamm/Sieg ("Hammensis Seinanus"); Nachtrag: "pastor Altenkirchensi" [982].

Exweiler, Matthias: im Frühjahr 1601 am Pädagogium; 1603 an der Hohen Schule (P 1413; 1054]. Nachtrag: "quaestor Altenkirchenae, obiit sclopeto ictus a milite".

Hentzelius (Henselius), Daniel: 1593/94 am Pädagogium; am 22.12.1601 an der Hohen Schule eingeschrieben [P 623; 886].

Jungwirt, Georg Wilhelm: 1588 am Pädagogium in Tertia, am 3.5.1591 dort in Prima; 1592 an der Hohen Schule [P 91, P 334; 294]. Nachtrag: "pastor".

Jungwirt, Johann Wilhelm: 1590/91 am Pädagogium; am 9.4.1597 an der Hohen Schule [P 289; 593].

Klees, Johannes: am 15.10.1604 an der Hohen Schule, aus Siegen stammend; Nachtrag: "praetor provincialis in comitatu Altenkirchensi" [1098].

Mercator, Johannes Wilhelm: am 20.10.1652 am Pädagogium von Quarta nach Tertia [P 3838].

Neuhof, Albert Jakob: stud. phil. 1779, Herbst 1779 Student in Marburg [*713].

Nisener, Johannes: am 7.10.1619 am Pädagogium, dort 1620 in Sekunda; am 2.5.1623 an der Hohen Schule [P 2713, P 2806; 2147].

Piscator, Mattheus: am 20.12.1604 an der Hohen Schule [1106]. Nachtrag: "praeceptor Juliacensis".

Piscator, Sebastian: 1595 am Pädagogium, am 20.10.1600 an der Hohen Schule; Nachtrag: "cellerarius" [P 879; 787].

Rau, Ludwig Daniel: 1684 am Pädagogium von Quarta nach Tertia [P 6054].

Rhodius, Adolf Christian: stud. theol. 1802 [*817].

Rhodius; Franz Ferdinand Heinrich Jakob: stud. theol. 1805; gest. als Pfarrer i. R. von Kirchberg (Hunsrück) [*818].

Schindler, Johann Wilhelm Andreas: stud. theol. 1758; gest. 20.2.1813 als Pfarrer a. D. von Brinbach in Oberhonnefeld [*906].

Steinebach, Gerhard von: 1596 an der Hohen Schule ("Gerhardus a Steinebach Altenkirchensis") [552].

Storch, Wilhelm Carl (Carl Friedrich Wilhelm): 1704 am Pädagogium in Sekunda aufgenommen, 1706 nach Prima versetzt; am 6.10.1707 zu den öffentlichen Vorlesungen an der Hohen Schule zugelassen [P 7075, P 7157, P 7196; 3817].

Stroe, Gerhard: am 7.10.1602 am Pädagogium aufgenommen, dort 1609 in Prima (P 1555, P 1972].

Strö, Johannes: 1605 am Pädagogium aufgenommen, 1608 aus Tertia nach Sekunda, 1610 als Schüler genannt; am 11.5.1612 als stud. phil. an der Hohen Schule [P 1751, P 1919, P 2241; 1579].

Stroe, Johann Wilhelm: kommt 1645 von einer Dillenburger Schule ans Pädagogium [P 3427].

Zythopoeus, Johannes Gerhard: am 2.10.1622 am Pädagogium [P 2985].




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