1761 - 1780

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1761

  • In der Münzstätte Schwabach werden zwei Silbermünzen in den Nennwerten zu 1/2 Konventionstaler in verschiedenen Darstellungen geprägt. (Schön 2008a, S. 184, Nr. A 103, 103) (eb)
  • Die französischen Truppen bleiben im Westerwald (Rausch 1921, S. 134); im Frühjahr erfolgen weitere Durchmärsche französischer Truppen (Ramseger 1936). Vgl. auch Lloyd 1785, Band 5, 1794, S. 14 und S. 176. (eb) (ak)
14. Mai - Es ergeht eine Verordnung der Brandenburg-Onolzbach-Saynischen Regierung Altenkirchen über die Bewertung der umlaufenden Münzen. Es sind 16 Goldmünzen, 69 Silbermünzen und 5 im Wert tiefer gesetzte Münzen enthalten. (Rausch 1921, S. 193) Diese ab 1763 tiefer gesetzten Nennwerte betreffen neben älteren Münzen aus der Zeit vor 1741 die elf in Schwabach geprägten Silbermünzen zu 2/3 Taler von 1752/3 (Schön Nr. 63), zu 1 Reichstaler von 1752 (Schön Nr. 64), zu 2/3 Taler von 1757 (Schön Nr. 83)(eb), dessen Wert von 60 auf 55 1/2 Kreuzer herabgesetzt wird, zu 5 Kreuzer von 1758 und 1759 (Schön Nr. 88), der auf 4 Kreuzer reduziert wird, zu 6 Kreuzer von 1758 (Schön Nr.89), der auf 5 Kreuzer gesenkt wird, zu 1 Kreuzer von 1758 bis 1763 (Schön Nr. 95), der auf 3 Pfennig reduziert wird, zu 1 Kreuzer von 1757 und 1760 (Schön Nr. 98), der auf 3 Pfennig reduziert wird, zu 2 1/2 Kreuzer von 1760 (Schön Nr. 99), der auf 2 Kreuzer gesenkt wird, zu 5 Kreuzer von 1760 (Schön Nr. 100), der auf 4 Kreuzer reduziert wird, zu 4 Kreuzer (Schön 1763 Nr. 105) im alten Münzfuß auf 4 1/2 Kreuzer im neuen Münzfuß, und zu 1 Kreuzer von 1765/66 (Schön Nr.114), der auf 5 Pfennig reduziert wird. (Schön 2008a, S. 180-185) In Altenkirchen geprägte Münzen sind demnach nicht betroffen gewesen.(eb)
14. Dezember - Der Markgraf erinnert explizit an das Verbot in der Waldordnung, in frischen Schlägen Vieh weiden zu lassen. (Markgraf 1761, S.1-2) (eb)

1762

  • In der Münstätte Schwabach wird eine Goldmünze zu 1 Dukat geprägt (nachgeprägt mit den Jahreszahlen 1763 und 1777). (Schön 2008a, S. 185, Nr. 109) (eb)
  • Rektor der Lateinschule ist Johannes Georg Adam Friedrich Eugen Deutelmoser. Pfarrer (Sinemus 1933, S.65-66) (eb)
  • Die französischen Truppen bleiben bis Herbst im Westerwald. (Rausch 1921, S. 135) (eb)
  • Jahresende - Preußische Kommandos durchstreifen die Gegend. (Rausch 1921, S. 135) (eb)

1763

  • In der Münzstätte Schwabach werden sechs Silbermünzen in den Nennwerten zu 4 Kreuzer, 20 Kreuzer in vier verschiedenen Abbildungen und 1 Konventionstaler geprägt. (Schön 2008a, S. 184-185, Nr. 105, A 106, 106, A 107, 107, 108) (eb)
15. Februar - Der Friede von Hubertusburg bringt ein Ende des Kriegs. Der Westerwald ist so verarmt, dass aus Ansbach und Bayreuth Saatgetreide eingeführt werden muss und die Abgaben den Untertanen erlassen werden. (Rausch 1921, S. 135) (eb)
29. Dezember - Der Amtsverwalter Johann Ernst Cramer beklagt, dass eine gewesene Baumwollen Spinnerey abgewandert sei, die ein Mittel sei, um Leute in Arbeit zu bringen, die sonst betteln. (Bartolosch 1993, S.170) (eb)

1764

  • Es werden letzte Prägungen von der Münzstätte A=Altenkirchen in 5-, 10- und 20-Kreuzer-Münzen in Silber vorgenommen. (Rausch 1921, S.194). (Schön 2008a, S. 978, Nr. 27-29) (eb) - Die als schlecht legiert und geringhaltig befundenen Münzen wurden nicht ausgegeben. Im Herbst 1764 endete die Tätigkeit der Münzstätte Altenkirchen endgültig. (Müller-Jahncke & Volz 1975, S. 220). (ak)
  • In der Münzstätte Schwabach werden zwei Silbermünzen in den Nennwerten 1/2 Konventionstaler und 1 Konventionstaler geprägt. (Schön 2008a, S.185, Nr. 112-113) (eb)
26. Juli - Der Markgraf erinnert an das Verbot, ohne Lesescheine dürres Holz aus den fürstlichen Waldungen zu klauben oder frisches Holz abzutransportieren. Ebenso ist die Fruchtlese im Wald verboten. (Markgraf 1764, S. 1-8) (eb)

1765

  • Johann Christoph Cramer ist Kammerkommissar in Altenkirchen bis 1782. (Haas 1975, S.36) (eb)
  • In der Münzstätte Schwabach werden 10 Silbermünzen in den Nennwerten zu 1 Kreuzer (1766 nachgeprägt), 5 Kreuzer (1784 nachgeprägt), 10 Kreuzer, 20 Kreuzer (1766-67 nachgeprägt), 1/2 Konventionstaler, 1 Konventionstaler in zwei verschiedenen Prägungen, die zweite 1766 nachgeprägt), als Erinnerungsstücke zur Ernennung zum Kreisobristen zu 1/4 , 1/2 und 1 Konventionstaler und eine Goldmünze zu 1 Dukat geprägt. (Schön 2008a, S. 185-186, Nr. 114-115, 117, A 118, A 120, B 120, 120, 121-124)
  • Die preußische Werbung für Soldaten wird zugelassen. (Rausch 1921, S. 144) (eb)
28. Januar - Rektor der Lateinschule wird Henrich Ernst Friedrich Hertel. Pfarrer (Sinemus 1933, S.66) (eb)

1766

  • In der Münzstätte Schwabach werden vier neue Münzen in den Nennwerten zu 1 Pfennig in Kupfer und drei in Silber zu 4 Pfennig (1768,1774-75, 1777-83 nachgeprägt), 2 1/2 Kreuzer (1767-1780 nachgeprägt) und 1 Konventionstaler geprägt. (Schön 2008a, S.186-187, Nr. 125, 110, 126, C 120) (eb)
  • Johann Ferdinand Cramer ist Kanzleirat in Altenkirchen (Haas 1975, S.36) (eb)
  • Kanzleidirektor Salzmann wird angewiesen, diensttaugliche Männer auszuheben, die vier Jahre in Ansbach dienen sollen. (Vierbuchen 1977, S.171) (eb)
15. März - Johann Ludwig Arnold Pfeiffer wird zum zweiten reformierten Pfarrer ernannt. (Sinemus 1933, S.83-85) (eb)
30. Mai - Als Rektor der Lateinschule wird Johann Martin Köhler ernannt. Pfarrer (Sinemus 1933, S.66-67) (eb)
9. Juni - Es ergeht ein Gebot für Männer, zwischen Ostern und Michaelis (29.9.) in der Kirche den Hut abzunehmen. (Text abgedruckt bei Scotti 1836, S.828.) (Vierbuchen 1978, S.183) (eb)
9. September - Die Ansbachsche Verordnung zur Anzeigepflicht von strafbaren Handlungen, Unglücken und Schadensereinissen wird erlassen. (Text abgedruckt bei Scotti 1836, S.828.) (Hertel 1829, S.179) (eb)
7. Oktober - Es ergeht das Verbot der Anwerbung von Soldaten außer für kaiserliche oder königlich-preußische Truppen. (Text abgedruckt bei Scotti 1836, S.719-20.) (Neu 1956, S.91) (eb)

1767

  • In der Münzstätte Schwabach wird ein Konventionstaler in Silber geprägt (1768 nachgeprägt). (Schön 2008a, S.187, Nr. 129) (eb)
  • Es wird eine Ansbachsche Zollordnung erlassen, die auch die Sicherheit der Reisenden zu heben trachtet und ein Mittel der Wirtschaftslenkung ist. (LHA Koblenz Abt. 30 Nr. 4746) (Vierbuchen 1982, S.133) (eb)
  • Es wird gefordert, dass Tote erst nach 2 mal 24 Stunden, später nach 3 mal 24 Stunden begraben werden sollten ("normalerweise" wurden Tote nach 24 Stunden begraben). (Krämer 1994, S. 59) (sts)
20. März - Der Altenkirchener Bürgermeister und Händler Johann Wilhelm Büsgen bietet sich der Kanzlei als Textilverleger an. (Bartolosch 1993, S.171) (LHA Koblenz Bestand 30, Nummer 3364)(eb)
21. April - Der Altenkirchener Bürgermeister und Stadtschöffe Johann Georg Hasselbach verkauft die in Oberingelbach bestehende Papiermühle, die er 1748 wieder aufgebaut hatte. (Brag 2013, S. 224) (eb)
17. Mai - Als lutherischer Inspektor wird Johann Henrich Krausoldt eingeführt, der bereits seit 1731 zweiter Pfarrer in Altenkirchen und Pfarrer zu Almersbach ist. Ab 1767 sind die lutherischen zweiten Pfarrer stets auch Rektoren der Lateinschule. (Sinemus 1933, S.36-37) (eb
25. Juni - Der Markgraf ordnet an, zur Erhöhung der landwirtschaftlichen Produktion Wiesen zu pflegen, den Frühjahrsauftrieb des Viehs auf den Feldern abzustellen und einen zweiten Schnitt auf Brachflächen und Herbstwiesen durchzuführen. (Markgraf 1767, S.1-8) (eb)
16. August - Der jüdischen Gemeinde wird ein Rabbiner bewilligt. (Synagogen Rheinland-Pfalz/Saarland 2005, S. 73) (ak) (Datum bei Jungbluth 1999, S.216.) (eb)

1768

  • Eine Kommission aus Ansbach, der Geheime Rat von Benkendorf (wohl richtig als Seckendorff zu lesen (ak)), die Administrationsräte Hirsch und Greiner besuchen die Grafschaft und erstatten Bericht. (Trippler 2007, S.243) (eb)
  • Bau: Das Gouvernementsgebäude am Schlossplatz wird gebaut. (Hanke 1988, S.40) (eb)
  • Johann Gerhard Cramer ist Kanzleirat in Altenkirchen (Haas 1975, S.36). (eb)
29. August - Der Markgraf lässt ein kaiserliches Verbot der Auswanderung aus den Ländern des Deutschen Reiches verkünden. (Markgraf 1768, S. 1-10) (eb)

1769

  • In der Münzstätte Schwabach werden 5 Silbermünzen in den Nennwerten zu 1/8 Konventionstaler, 1/4 Konventionstaler, drei verschiedenen Prägungen zu 1 Konventionstaler (der letzte 1771 nachgeprägt) und 2 Golddukaten geprägt. (Schön 2008a, S. 187-88, Nr. 130, 133, 131, 134, 137, 132, 135) (eb)
  • Die Rügengerichte, die von einem Beauftragten des Landesherren, dem Kirchspielsgeistlichen und einem Laienrichter gebildet werden, und kleinere Vergehen aburteilen, werden aufgehoben. (RZ, 21.1.1970) (eb)
9. November - Erlaubnis zur Heirat erhalten nur junge Männer, die drei bis vier Jahre Dienst "unter der Fahne" geleistet haben. (Text abgedruckt bei Scotti 1836, S.837.) (eb) (Rausch 1921. S.145) (eb)

1770

  • Der spätere Kreisarzt von Schoenebeck berichtet von einem Hungerjahr. (Lahr 1997 S. 256) (eb)
  • In der Münzstätte Schwabach werden zwei neue Silbermünzen zu 20 Kreuzer geprägt. (Schön 2008a, S. 188, Nr.138, 140) (eb)
25. August - Als Rektor der Lateinschule wird Johann Bernhard Trabert eingeführt. Pfarrer Er heiratet die Tochter des Amtsverwalters Johann Ernst Cramer. (Sinemus 1933, S.67-68) (eb)
2. Oktober - Es ergeht ein Verbot des Eintritts von Untertanen in fremde Truppen. (Text abgedruckt bei Scotti 1836, S.836-37.) (eb)
10. Dezember - Als lutherischer Inspektor wird Johann Peter Christian Sturm eingeführt, gleichzeitig Pfarrer in Altenkirchen. (Sinemus 1933, S.38-39) (eb)
31. Dezember - Der Markgraf greift wegen der festgestellten Mangellage beim Getreide in den Getreidehandel ein. (Markgraf 1770, S. 1-10)(eb)

1771

  • In der Münzstätte Schwabach wird eine Silbermünze zu 1 Pfennig geprägt (1781 nachgeprägt). (Schön 2008a, S.191, Nr. 175) (eb)
  • Die Grafschaft erhält einen Gouverneur. Herr von Pöllnitz nimmt Wohnung im Gouvernementsgebäude des Schlosses. (Sommerfeld o. D., S.67) (eb)
  • Der spätere Kreisarzt von Schoenebeck berichtet von einem weiteren Hungerjahr nach 1770. (Lahr 1997, S. 256) (eb)
4. Februar - Der Markgraf erinnert an seine Regelungen zum Getreidehandel vom 31. Dezember 1770 und verschärft diese durch Verbot der Getreideverfütterung und des Handels ohne Erlaubnis. (Markgraf 1771, S. 1-6) (eb)
31. August - Der Markgraf teilt mit, dass die Getreidepreissteigerung in ganz Deutschland festzustellen ist. (Markgraf 1771 a) (eb)

1772

3. Juni - Der Markgraf ordnet an, den Flurzwang beim Anbau von Felldfrüchten zu beachten, um Probleme bei der Zehnterhebung zu vermeiden. (Markgraf 1772 a, S. 1-10) (eb)
2. Dezember - Der Markgraf ordnet an, Getreideausfuhren zu verhindern, Getreideeinfuhren zu fördern, Preissteigerungen zu bekämpfen und die Bevölkerung anzuhalten, Nahrung selbst zu produzieren, statt am Verkauf zu verdienen. (Markgraf 1772, S. 1-15) (eb)
18. Dezember - Es wird die Einschränkung der Zahl der evangelischen Feiertage verfügt. (Text abgedruckt bei Scotti 1836, S.838.) (Neu 1956, S.96) (eb)

1773

  • In der Münzstätte Schwabach werden vier neue Silbermünzen in den Nennwerten zu 20 Kreuzer (1774-76 nachgeprägt) und drei verschiedene Konventionstaler geprägt. (Schön 2008a, S. 185, 188, Nr. 118, 141-143) (eb)
28. Juli - Es ergeht eIn Verbot landesfremder Lotterien. (Der Text ist abgedruckt bei Scotti 1836, S.839.) Vgl. den Eintrag zum 19.12.1774. (eb)
14. November - Als Rektor der Lateinschule wird Andreas Daniel Beer eingeführt. Pfarrer (Sinemus 1933, S.68) (eb)

1774

  • Von Köln nach Frankfurt reisend, passiert Friedrich Justinian von Günderrode, Kammerherr des Markgrafen von Baden und Hochberg, Altenkirchen. Er schildert die Strecke zwischen den Stationen Weyerbusch und Wahlrod: "... man fährt auf diesem Weg durch das Städtchen Altenkirchen, woselbst der Gouverneur dieses Anspachischen Stück Landes residiret" (Günderrode 1783, S. 308). (ak)
  • In der Münzstätte Schwabach werden fünf neue Silbermünzen geprägt, drei verschiedene Konventionstaler, 1/2 Taler als Prämie für Landwirte und 1 Taler als Prämie für Forstwirte. (Schön 2008a, S. 188-189, Nr. 144-148) (eb)
  • Eine neue Gebührenordnung für Gerichtssachen zählt die gebührenpflichtigen Handlungen des Scharfrichters auf: Ausstellung am Pranger, Brandmarkung, Verstümmelung, Folter (Daumenschrauben, spanische Stifel), Hinrichtung mit dem Schwert, Schleifung, Zwicken mit glühenden Zangen, Rad, Scheiterhaufen, Strang, Vierteilen, lebendig Begraben, Pfählen und Spießen, jeweils für 2 bis 6 Gulden. (Rausch 1921, S.72) (eb)
  • Johann Wilhelm Büsgen berichtet über die Ergebnisse der von ihm seit 1767 betriebenen Baumwollspinnerei im Verlagsgeschäft, das er 1774 aufgibt. (Bartolosch 1993, S.171) (LHA Koblenz Bestand 30 Nummer 3364) (eb)
Juni - Von Köln nach Bad Ems reisend, passiert Johann Friedrich Karl Grimm, Sächsisch-Gothaischer Leibarzt, Altenkirchen, ohne Aufenthalt zu nehmen. Sein Eindruck: "Es ist ein geringes Städtgen mit alten unscheinbaren lehmern Häusern, hat aber doch eine kleine Besatzung von Anspachischen Truppen." (Grimm 1775, S. 507). (ak)
27. Juli - Es wird ein Strafkatalog für Holz- und Waldfrevel verkündet. (Text abgedruckt bei Scotti 1836, S.839-42.) (eb)
19. Dezember - Der Lotterieeinnehmer Simon Engel aus Duesseldorf zeigt eine Konzession der Hochfuerstl. Brandenburgisch-Anspach- und Culmbachischen Lotterie zu Altenkirchen an. (Guelich und bergische wöchentliche Nachrichten. Düsseldorf Nr. 51, 1774, S. 346-47) In den Jahren bis 1777 wiederholen sich Nachrichten zu dieser Lotterie. (eb)

1775

  • Es ergeht ein Verbot der Schenk- und Bettelhochzeiten. Nur ein Tag Tanz wird erlaubt. (Sinemus 1933, S.241) (eb)
  • Für den Hof in Ansbach wird ausweislich der Hofstaatsrechungen aus Altenkirchen Pumpernickel (Pompernicle) bestellt. (Staatsarchiv Nürnberg 271 III.13377) (Mitteilung von Arno Störkel, 18.1.2012) (eb)
  • In der Münzstätte Schwabach werden sieben neue Silbermünzen geprägt, 1/4 Konventionstaler, 1/2 Konventionstaler, drei verschiedene Konventionstaler (der erste 1776 nachgeprägt), 1/2 Taler als Prämie für Handwerker, 1 Konventionstaler als Prämie für den fleißig getriebenen Kleeanbau. (Schön 2008a, S. 189-190, Nr.151-155) (eb)

1776

  • In der Münzstätte Schwabach wird eine neue Silbermünze als Konventionstaler geprägt. (Schön 2008a, S.189, Nr. A 151) (eb)
  • Eine Volkszählung wird in der Grafschaft durch den Ingenieur-Leutnant Ronger vorgenommen; deren Ergebnisse werden 1788 als genau ermittelt beurteilt. (Neu 1956. S.89; Statistische Beschreibung 1788, S. 724). (eb) (ak)
10. Januar - Der Gouverneur Baron von Pöllnitz aus Altenkirchen ist beim Geheimen Rath von Gemmingen zu Gast. Diese Nachricht aus den Onolzbachischen Wöchentlichen Frag- und Anzeigungs-Nachrichten (Nr.2, 10.1.1776, S.4) belegt im ganzen Jahr einen von zwei der an den Stadttoren registrierten Besucher aus der Grafschaft Sayn in Ansbach. (eb)
9. Mai - Johann Konrad Neuhoff wird reformierter Pfarrer in Altenkirchen. (Sinemus 1933, S.75-76) (eb)
12. August - Es ergeht ein Verbot, mehr als drei Paten bei der Taufe zu benennen. (Text abgedruckt bei Scotti 1836, S.843.) (eb)
14. Oktober - Der Markgraf teilt mit, dass zur Beschickung der angelegten Getreide-Magazine die Untertanen vor den Steuerterminen Erleichterungen erhalten. (Markgraf 1776, S. 1-3) (eb)

1777

  • In der Münzstätte Schwabach werden zwei neue Silbermünzen zu 20 Kreuzer (1779-180 nachgeprägt) und 1 Konventionstaler geprägt. (Schön 2008a, S. 190, Nr. 156-157) (eb)
  • Das Apothekenprivileg für den Stadt- und Amtsarzt Dr. Karl Ludwig Neuhoff wird bestätigt. (Malmedie 2000, S.59) Im Vorjahr wird der Besuch von Dr. Neuhoff in Ansbach registriert. (Onolzbachische Wöchentliche Frag- und Anzeigungsnachrichten Nr. 23, 5.6.1776, S.4) (eb)
31. Januar - Der Markgraf schließt mit König Georg III., gleichzeitig Kurfürst von Hannover, einen Subsidienvertrag, mit dem er zwei Regimenter seiner Soldaten gegen Zahlung von 108000 fl jährlich an Großbritannien zum Einsatz in den aufständischen amerikanischen Kolonien überlässt. Diese werden im März in Marsch gesetzt. (Störkel 1995, S.170-178) (eb)
8. April - Eine Ansbachsche Verordnung verbietet, dass im Amtsbezirk eines Richters der Sohn Anwalt ist. (Hertel 1829, S.180) (eb)
1. Juni - Ein erstes ansbachisches Regiment trifft in New York ein. Es wird über vier Jahre gegen die um Unabhängigkeit kämpfenden Truppen der Kolonisten eingesetzt. (Schmitt 2001, S.258)

1778

  • In der Münzstätte Schwabach werden drei neue Konventionstaler geprägt. (Schön 2008a, S. 190, Nr. 158-160) (eb)
  • Johann Christoph Friedrich Röger legt die erste "General-Karte der Reichs Grafschafft Sayn-Altenkirchen" vor. (Güthing 1969, S.34) (ak)
  • Es ergeht das Verbot des Beerdigens in der Kirche und das Verbot, andere als Fichtensärge zu verwenden. (Sinemus 1933, S.242) (eb)
31. Juli - Bei Verkäufen von Holz und Kohlen außer Landes wird ein Zehnter erhoben. (Text abgedruckt bei Scotti 1836, S.845.) (eb)

1779

  • In der Münzstätte Schwabach werden neun neue Silbermünzen in den Nennwerten zu 2 1/2 Kreuzer (nachgeprägt 1780, 1785), zwei verschiedene zu 20 Kreuzer, drei verschiedene Konventionstaler, drei Sonderausgaben auf den Frieden von Teschen zu 1/4 Konventionstaler, zwei verschiedene Konventionstaler und ein Golddukat geprägt. (Schön 2008a, S. 190-191, Nr. 161-166, 168-70, 167) (eb)
  • Die Anordnung des Landesherrn zur Vorbereitung einer Rekrutenaushebung durch Feststellung der Diensttauglichkeit aller jungen Männer von 12 bis 30 Jahren führt zu Widersetzlichkeiten von Bürgern, die mit historischen Privilegien argumentierten. Hintergrund war ein Subsidienvertrag des Landesherrn von 1777 mit Großbritannien, für den er 1200 Sodaten für den Krieg gegen die amerikanischen Kolonien stellen musste. Für die Gefallenen und Invaliden war Ersatz zu stellen. (Vierbuchen 1977, S.170-171) Vgl. auch Kapp 1864, S.107-124. (eb)
6. Mai - Der Markgraf ordnet an, dass widersetzliche Ehegatten zu bestrafen sind, ehe ein Scheidung von Tisch und Bett ausgesprochen wird. (Markgraf 1779, S. 1-10) (eb)
7. Juli - Der Markgraf erlässt eine Anordnung zur Erleichterung des Kleebaus. (Markgraf 1779 a, S. 1-7) (eb)

1780

  • In der Münzstätte Schwabach wird ein Konventionstaler in Silber geprägt. (Schön 2008a, S. 191, Nr. 174) (eb)
  • Ein älterer Teil des jüdischen Friedhofs ist belegt. "Solange die jüdischen Mitbürger keinen eigenen Friedhof hatten, war ihnen erlaubt, die Toten am Quengelsberg nahe der Stadtmauer ... zu begraben." (Krämer 1995b, S. 125) (sts)
  • Es wird ein Feuerversicherungsinstitut auf Gegenseitigkeit geschaffen. (Neu 1956, S.94) (eb)
15. Februar - Die Zahl der bisher monatlichen Buß- und Bettage wid auf vier im Jahr beschränkt. (Text abgedruckt bei Scotti 1836, S.846.) (Neu 1956, S.96) (eb)
20. Dezember - Nach dem Tode der Markgräfin wird Trauergeläut angeordnet. (Markgraf 1780, S. 1-2) (eb)


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