1681 - 1700

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1683

22. Februar - Der Landesherr erlässt eine Wald- und Jagdordnung. (Waldordnung 1683) (Sachse 1824, S. 86) (eb)
27. Juli - Der Landesherr ordnet einen Buß- und Bettag wegen der Türkengefahr an. (Buß- und Bettag 1683) (eb)

1685

30. November - Herzogin Johannetta legt in ihrem Testament, dem ihr Ehemann beitritt, fest, dass ihr Sohn Johann Wilhelm zum Erben der Besitztümer in Altenkirchen werden solle. (Groß 1749, S. 555) (eb)

1686

19. September - Gräfin Johannette übernimmt mit dem Tod ihres Gatten die Regentschaft in der Grafschaft. (Gensicke 1958, S.344) (Landesherrschaft) Der zweite Sohn Johann Wilhelm von Sachsen-Eisenach (* 17. Oktober 1666 in Friedewald; † 14. Januar 1729 in Eisenach) erhält aufgrund des Testaments seiner Eltern vom Jahre 1685 zu seiner standesgemäßen Lebenshaltung bereits 1686 die von seiner Mutter an das Haus Sachsen-Eisenach gebrachte Grafschaft Sayn-Altenkirchen mit aller Landeshoheit. (Zedler Band 8, Leipzig 1734, Spalte 614–616) (eb)
22.September - Die Ankündigung der Landestrauer um den Landesherrn verlangt den Verzicht auf öffentliche Musik bei Hochzeiten und auf Orgelmusik. (Traueranzeige 1686) (eb)

1687

  • Graf Johann Wilhelm lässt eine Wasserleitung zum Schloss legen, die das Wasser von der Bellersbach durch ausgehöhlte Fichtenstämme leitet. (Sayn 1987, II, S.186)
  • Die Zollstätten im Kirchspiel Altenkirchen werden durch Hinweistafeln gekennzeichnet. (Vierbuchen 1982, S.159) (eb)
26. Oktober - Ein Leihkontrakt über die herrschaftliche Mühle in Altenkirchen wird geschlossen. (Mendel 1949, S.15) (eb)

1688

  • Als zweiter lutherischer Pfarrer wird Johann Anton Reusch eingeführt. (Sinemus 1933, S.62) (eb)
  • Im Winter 1688/89 hat Altenkirchen nach Angaben von Johann Konrad Neuhoff in den 1732 niedergeschriebenen "Stadt-Gerechtigkeiten" (vgl. 4. September 1732) eine "Hannöverische Einquartierung" (Hanke 2006, S. 246). Näheres bleibt zu klären. (ak)
18. Februar - Herzog Johann Wilhelm von Sachsen-Eisenach hat die Mitglieder des landsässigen Adels auf den 21. Februar nach Altenkirchen bestellt, um ihren Treueeid abzunehmen; da er aber vor dem angesetzten Termin abreist, soll der Eid auch vor der Kanzlei geleistet werden können. (Deductio Gravaminum 1707, N. 16, S. 84-86) (ak)
21. Februar - Johann Hermann von Obseinig genannt Roe auf Coverstein legt vor der Fürstlich Sächsisch-Saynischen Kanzlei in Altenkirchen den Treueeid auf den Landesherrn ab. (Deductio Gravaminum 1707, N. 16, S. 84-86) (ak)
4. August - Der Landesherr Johann Wilhelm erlässt für die Durchführung von Taufen, Aufgeboten, Hochzeiten und Begräbnissen Regeln. (Jacobson 1844a, S. 543/44) (eb)
25. August - Es ergeht eine Verordnung über wöchentlich Dienstag und Donnerstag als Gerichtstage. (Hertel 1829, S.170) (eb)
31. Dezember - Französische Truppen, die im Zuge des Pfälzischen Krieges durch den Westerwald ziehen, äschern Leuzbach und Almersbach ein. (Rausch 1921, S.123) (eb)

1690

  • Die Benutzung von Beinhäusern, in denen die Gebeine aus alten Gräbern gelagert werden, wird untersagt. (Sinemus 1933, S.242) (eb)
  • Johann Conrad Neuhoff ist (bis 1732) Gerichtsschöffe (Haas 1975, S.37) (eb)
  • Johann Christian Dumphius erhält die Stelle als Hofprediger und Stadtpfarrer. Pfarrer (Sinemus 1933, S.60) (eb)
29. Oktober - Johann Wilhelm Herzog zu Sachsen verkauft den Hof zu Helmenzen mit Gebäuden und allen zugehörigen Gütern, Recht- und Gerechtigkeiten erb- und eigentümlich der Bürgerschaft zu Altenkirchen für 700 Reichstaler. (LHA Koblenz 30/71, S. 53-55) (ak)
28. November - Herzog Johann Wilhelm heiratet in erster Ehe Amalie von Nassau-Diez (+ 16. Februar 1695). Sie haben zwei Kinder.(Reinhard 1776, 14. Stammtafel) (eb)
18. Dezember - In Ahrweiler und Rolandswerth ereignet sich ein Erdbeben. (Pauls 1893, S. 92) Es ist bis Frankfurt und Gießen spürbar. ((http://juskis-erdbebennews.de/historische-erdbeben-in-deutschland/ abgerufen 25.9.2016) (eb)

1691

  • Die Zollordnung von 1691 legt die Kontrolle der Bierproduktion fest. (Vierbuchen 1982, S.158) (eb)
10. November - Der spätere Landesherr Wilhelm Heinrich wird als Sohn von Herzog Johann Wilhelm und Amalie von Sachsen-Eisenach in Heerenveen-Oranienwald geboren. (Reinhard 1776, 14. Stammtafel)(eb)

1692

18. September - In Aachen und Düren wird ein Erdbeben wahrgenommen. (Pauls 1893, S. 93) Das Beben bei Lüttich ist am Niederrhein, bis Frankfurt und in weiten Teilen Westeuropas spürbar. ((http://juskis-erdbebennews.de/historische-erdbeben-in-deutschland/ abgerufen 25.9.2016) (eb)
6. Oktober - Der siebzehnjährige Erbprinz Christian Albrecht von Brandenburg-Ansbach erkrankt auf der Heimfahrt von einer Bildungsreise. In Altenkirchen wird er von starken Kopfschmerzen befallen, kann aber die Reise von dort nach Frankfurt am Main fortsetzen. Entgegen den Angaben bei Ersch & Gruber 1842 (S. 425) ist der Erbprinz nicht in Altenkirchen, sondern in Frankfurt a. M. verstorben (Groß 1749, S. 500f.). (ak)

1693

  • In der Münze in Altenkirchen und Friedewald werden Münzen mit verschlechtertem Edellmetallgehalt geprägt, gestreckt durch Eisen und Kupfer, sogenannte Heckenmünzen. (Rausch 1921, S.191) (eb) - Korrektur: In Altenkirchen besteht zu dieser Zeit keine Münze, Münzprägungen hier sind erst ab 1751 nachweisbar. Vgl. Eintrag zum 28. Dezember 1746. Rausch 1921 bezieht wie andere Autoren Münzprägungen in der Grafschaft Sayn(-Altenkirchen) vorschnell auf eine Münzstätte in Altenkirchen. Tatsächlich erfolgten die Münzprägungen 1693/94 allein auf Schloss Friedewald, bis diese Münzstätte ausgehoben wurde. (Müller-Jahncke & Volz 1975, S. 33f. und S. 206)(ak)
28. Februar - Als zweites Kind des Herzogpaares wird Albertina Johannetta geboren (+ 1. April 1700). (Reinhard 1776, 14. Stammtafel)(eb)
5./15. September - Auf dem Münzprobationstag in Nürnberg beschwert sich Kurbrandenburg, dass es solchen gewissenlosen Bösewichtern leicht (ist), auf ihren Schlupfwinkeln, wie unter anderen von Altenkirchen in der Grafschaft Sayn verlauten will, Taler einzuschmelzen und daraus böse Sorten auszuhecken. (Rausch 1921, S. 191) (eb)- Das Schreiben Kurfürst Friedrichs III. von Brandenburg ist bei Rausch 1921 zwar nicht wortgetreu, aber sinngemäß zutreffend wiedergegeben. (vgl. Johann Christoph Hirsch: Des Teutschen Reichs Münz-Archiv [...] nebst zuverlässigen Nachrichten, vom Teutschen Münz-Wesen überhaupt [...]. Fünfter Theil, Nürnberg 1759, S. 370) (ak)

1695

  • Ein Befehl legt fest, dass auf dem Friedhof die Wege zu benutzen seien. (Krämer 1994, S. 58) (sts)

1697

27. Februar - Herzog Johann Wilhelm heiratet in zweiter Ehe Christiana Juliana von Baden-Durlach (+ 10. Juli 1707). Sie haben sieben Kinder in zehn Ehejahren. (Reinhard 1776, 14. Stammtafel)(eb)
26. April - Gräfin Johannette tritt ihrem Sohn Herzog Johann Wilhelm von Sachsen-Eisenach die Grafschaft ab. (Gensicke 1958, S.344) (Landesherrschaft) (eb)
18. Juli - Der Galgen in Helmenzen wird mit Rad und Pfahl aufgebaut. (Rausch 1921, S.77-78)(eb)

1698

  • Auf Anordnung des Landesherrn muss die Stadt auf ihre Kosten zwei Pförtner und Torwächter anstellen, weil die eigentlich von den Bürgern zu versehende Torwacht nachlässig gehalten wurde. (Rausch 1921, S.55) (eb)
31. Januar - Die zweite Frau des Herzogs bringt ihr erstes Kind Johannetta Antonietta zur Welt (+ 23. April 1726) (Reinhard 1776, 14. Stammtafel)(eb)
10.November - Johann Wilhelm von Sachsen-Eisenach wird nach dem Tode seines älteren Bruders Johann Georg II., der kinderlos verstirbt, regierender Herzog von Sachsen-Eisenach. (Schwennicke 2005, Neue Folge, Band 1/1, 2. Auflage, Tafel 154/155) (eb)
15. November - Es ergeht eine Verordnung, dass Verträge über Immobilien vor dem Landschreiber geschlossen werden müssen. (Hertel 1829, S.171)(eb)

1699

  • In Altenkirchen wird durch den Hachenburger Apotheker Johann Philipp Härtling eine Zweigapotheke eröffnet. (Malmedie 2000, S.58; Göbel 1996, S. 211 (sts)) (eb)
  • Der Präzeptor und Kantor Johannes Braun gibt lateinischen Unterricht. (Viehmeyer 1959, S.50) (eb)
  • Das gräfliche Archiv wird aus dem hintersten Schlossturm nach Thüringen verlagert. (Sayn 1987, II, S.185) (eb)
15. April - Dem Herzogspaar wird das zweite Kind Carolina Christina geboren. (Reinhard 1776, 14. Stammtafel)(eb)
26. Dezember - Der Gregorianische Kalender wird auf Weisung des Landesherrn eingeführt. (Text abgedruckt bei Scotti 1836, S.636-37) (Dahlhoff 1874, S.35) (eb)

1700

  • Auf Herzog Johann Wilhelm werden in Eisenach bzw. Gotha acht Münzen geprägt. Sie tragen die Nennwerte 1 Heller (Kupfer), als Silbermünzen zu 2 Leichte Pfennig, 3 Pfennig, 1 Groschen nach dem Leipziger Fus (Brustbild nach rechts), 1 Groschen nach dem Leipziger Fus (Brustbild nach links), 1/3 Taler, 2/3 Taler und als Goldmünze (Gotha) zu 1 Dukaten. (Schön 2008a, S. 869, Nr. 1-8) (eb)
19. Januar - Der Landesherr erlässt eine Kanzleiordnung. (Sachse 1824, S. 86) (eb)
19. Februar = 1. März - Gemäß landesherrlichem Edikt vom 26. Dezember 1699 wird der julianische Kalender vom gregorianischen Kalender abgelöst: Auf den 18. Februar folgt der 1. März. (Dahlhoff 1874, S. 85; Vierbuchen 1978,S.179) (eb) (ak)
19. Juli - Herzog Johann Wilhelm von Sachsen kommt der Bitte der Bürger Altenkirchens nach und gestattet die Anlegung eines weiteren Stadttores, damit im Brandfall aus dem vorbeifließenden Mühlengraben Löschwasser geschöpft werden kann. Die bislang zwei vorhandenen Stadttore reichten nicht aus. (Rausch 1921, S.55) (bw)
7. August - Der Landesherr erlässt ein Bienenhaltungsmandat. (Sachse 1824, S. 86) (eb)
12. August - Dem Herzogspaar wird als drittes Kind Anton Gustav geboren (+ 5.Oktober). (Reinhard 1776, 14. Stammtafel) (eb)


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