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1621
- Ab den zwanziger Jahren gab es häufige Truppendurchzüge im Rahmen des 30-jährigen Krieges. (Seelbach, K. 1999, S. 211). (sts)
1622
- In Altenkirchen ist eine Walkmühle in Betrieb (Gensicke 1969, S. 58). (ak)
- Thomas Dornius ( * um 1584 Hamm/Sieg) ist reformierter Pfarrer bis zu seinem Tod Ende 1637. (Sinemus 1933, S.73) (eb)
- 20. Juni - Die Grafschaft Sayn fällt nach der Schlacht bei Höchst, bei der Truppen der ehemaligen Protestantischen Union (zu diesem Zeitpunkt schon aufgelöst) und der Katholischen Liga aufeinandertreffen und das protestantische Heer unter Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel dabei eine schwere Niederlage gegen das von Tilly geführten Liga-Heer erleidet, schutzlos den kaiserlichen Truppen in die Hände. (vgl. Fuchs 1973, S.30) (eb)
1623
- Holsteinische Truppen stehen im Land, dann kurkölnische Truppen, später kaiserliche Truppen (vgl. Fuchs 1973, S.30) (eb)
- 29. Oktober - Durch den Tod Graf Wilhelms III. von Sayn-Wittgenstein fällt die Grafschaft an Graf Ernst zu Sayn-Wittgenstein und Homburg (1600-1632) (vgl. Dahlhoff 1874, S.24) (Landesherrschaft)(eb)
1624
- Erneut stehen Tillys Truppen im Land, ziehen aber nach Friedensschluss wieder ab (Seelbach, K. 1999, S. 211). (sts)
1625
- Graf Ernst von Sayn und seine Frau Louise Juliane von Erbach residieren bis 1628 in Altenkirchen, bis 1631 abwechselnd in Hachenburg und Altenkirchen. (vgl. Sayn 1987, S.185) (eb)
1626
- Graf Johann von Nassau-Siegen zieht mit seinen Truppen aus den Niederlanden Richtung Wetzlar durch den Westerwald. Altenkirchen hat Einquartierungen. (Neu 1956, S.78-79) (eb)
- Als reformierter Diakon wird Johannes Jungnitius (* um 1595 Berleburg) bis 1632 eingesetzt. Pfarrer(Sinemus 1933, S.78) (eb)
1627
- Einquartierungen kaiserlicher Truppen in Altenkirchen und monatliche Kontributionszahlungen des Amtes Altenkirchen. (vgl. Seelbach, K. 1999, S.212) (eb)
1628
- 2. November - Schulerlass des Grafen Ernst zu Sayn (vollständiger Text unter Schulgeschichte 1)(bb)
1630
- Kaiser Ferdinand II. gibt dem Grafen Ernst zu Sayn das Privileg, Hoch und Wohlgeboren genannt zu werden. (Moser 1749, S. 374-376) (eb)
1631
- Graf Ernst zu Sayn und Wittgenstein verbietet, sich ohne seine Genehmigung in eine fremde Herrschaft als Soldat werben zu lassen. (Rausch 1921, S. 144) (eb)
1632
- Schwedische Truppen in Altenkirchen. Es wird von Plünderungen durch die Schweden im Schloss in Altenkirchen berichtet. (vgl. Seelbach, K. 1999, S.212/213) (eb) - Ergänzung: Von Altenkirchen aus überfielen schwedische Truppen Öttershagen (ebd.). (sts)
- 2. Mai - Nach dem Tode des Grafen Ernst von Sayn-Wittgenstein-Sayn, Sohn von Anna Elisabeth von Sayn, wird sein Sohn Ludwig zum Erben eingesetzt, für den seine Mutter Gräfin Louise Juliane die Vormundschaft übernimmt. (Landesherrschaft) (vgl. Dahlhoff 1874, S.24) (eb)
1633
- Als reformierter Diakon wird Johann Wilhelm Reif (* um 1609 Herborn) bis 1641 eingesetzt. Pfarrer (Sinemus 1933, S.78) (eb)
1635
-
1636
-
- 6. / 16. Juli - Tod Ludwigs von Sayn-Wittgenstein-Sayn mit 7 Jahren. Ludwig Casimir von Wittgenstein lässt ein Besitzergreifungspatent für sich und Gräfin Louise Juliane ausstellen und sich huldigen. (vgl. Dahlhoff 1874, S.27) (Landesherrschaft)(eb)
1637
-
- kaiserliche Truppen unter General Jan van Werth ziehen durch die Grafschaft Sayn (Seelbach, K. 1999, S.213). (sts)
- 14. Januar - Johann Philipp Altgelt ist Pfarrer der reformierten Gemeinde bis zu seinem Tod am 12.12.1658. (Sinemus 1933, S.73); vgl. auch Sinemus 1928 a. (eb)
- April - Kurtrierische Truppen in Altenkirchen (Wirtz 1927 S. 85) (eb)
- 27. Juni - Die französische Besatzung auf dem Ehrenbreitstein kapituliert nach zweijähriger Belagerung durch kurkölnische und bayerische Truppen, sodass der Westerwald die Belagerungstruppen nicht mehr versorgen muss. (Heimatblatt Nr.7, 1923, S.32) (eb)
- 9. August - Nachweis des Standorts Hohen Gerichts (Galgen) von Altenkirchen in Helmenzen auf dem Galgenberg. Die Helmenzer Bürger müssen das Holz für eine Hexenverbrennung aufbringen. (Rausch 1921, S.75) (eb)
- 7. / 17. September - Notarieller Protest der Gräfin Louise Juliane gegen die Besitzergreifung durch Ludwig Casimir von Sayn-Wittgenstein im Namen ihrer beiden Töchter, die sie als alleinige Erbinnen ansieht. (Dahlhoff 1874, S.27-28) (eb)
1638
- Melchior von Hatzfeld, General der kaiserlichen Truppen, durchzieht den Westerwald. (vgl. Seelbach, K. 1999, S.213). (sts)
1639
- Ein kaiserlicher Schutzbrief von Kaiser Ferdinand III. für Haus und Stadt Altenkirchen zugunsten der Gräfin Louise Juliane bleibt wirkungslos. (Gensicke 1958, S.342) (eb)
- Bericht des Amtmanns Picard an Gräfin Louise Juliane über die Zerstörungen, die durchziehende Truppen im Schloss angerichtet haben (vgl. Sommerfeld o. D., S. 65) (eb)
1640
- Das zweite erhaltene reformierte Kirchenbuch beginnt das Sterberegister mit folgendem Satz:
- "Die Absterbenden dieses Kirchspiels können nicht richtig aufgezeichnet werden, weil die meisten fast nie im Kirchspiel, sondern in anderen Kirchspielen als Kroppach, Marienthal, Birnbach und Almersbach ihr Begräbnis haben." - Diese Aussage wartet ihrer Erklärung. (bb) - Möglicherweise hat man die Stadt geschlossen, sodass die Einwohner der Filialorte den Kirchspielsfriedhof nicht nutzen konnten und die Verstorbenen notgedrungen auf den Friedhöfen der Nachbarkirchspiele beisetzten. (ak) - Vielleicht lag die ungewöhnliche Begräbnissituation an der Besetzung der Stadt durch Christian von Sayn-Wittgenstein oder aber an der religiösen Situation: Die Konflikte zwischen Reformierten und Lutheranern waren oft erbittert. (ks)
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