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1408
- Seinem Vater folgt in der Regentschaft bis 1419 Graf Gerhard I. (Gensicke 1958, S.274 Anmerkung 59 und S.275 Anmerkung 65) (eb) (Landesherrschaft)
1415
- 7. August - Dietrich I. zu Sayn wird angeblich in Altenkirchen geboren (Gensicke 1958, S. 275 Anmerkung 77). (ak)
1419
- Vormundschaftsregierung für Dietrich I. und Gerhard II. von Sayn durch Wilhelm von Sayn, Bruder von Johann IV. (Struif 1999, S.35) (eb) (Landesherrschaft)
1430
- Ersterwähnung von Honneroth als "Huenroide", von einem Gerlach, Schultheiß von Birnbach. (vgl. :Dreisbach 1972, S.131) (eb)
- 29. Januar - Schultheiß Gerhard zu Altenkirchen wird ausdrücklich als Schultheiß des Grafen von Sayn bezeichnet; als Vogtschultheiß wird Thomas von Gollershoben genannt (Struck 1965, S. 310f., Nr. 861). (ak)
1437
- 21. Januar - Teilung des Erbes zwischen den Brüdern Dietrich und Gerhard II., wobei Dietrich (bis 1452) u.a. die Grafschaft Sayn behält. (Gensicke 1958, S.275 Anmerkung 82) (Landesherrschaft) (eb)
1450
- Graf Dietrich von Sayn bestätigt in einem Revers das pfälzische Lehen der Grafschaft. (Bericht 1661, S.19-21) (eb)
1452
- Nach dem Tod seines kinderlosen Bruders übernimmmt Graf Gerhard II. bis 1493 die Regentschaft. (Gensicke 1958, S.275 Anmerkung 81) (eb) (Landesherrschaft)
1454
- 21. August - erwähnt: Gerlach Schultheiß von Altenkirchen. (In Briefwechsel Sayn-Berg (bb)
1456
- 17. März: Das Gericht zu Altenkirchen vor der Pforte tagt unter Schultheiß Gerlach von Honneroth ("Hunrode") und bezeugt den Verkauf des großen und kleinen Zehnten zu Streithausen. Da das aus Schultheiß, Richter und Schöffen gebildete Gericht über kein eigenes Siegel verfügt, siegelt Arnold von Widderstein als "guter Freund". (Struck 1965, Nr. 1021, S. 382f.) (ak)
1461
- Altenkirchen, Schloss, Stadt und Kirchspiel samt der Kirchspiele Flammersfeld und Mehren werden als kölnisches Lehen genannt. Altenkirchen wurde lange Zeit nicht als Lehen vergeben und galt daher als Allod.(vgl.:Rausch 1921, S.41) (bw)
1464
- Graf Gerhard II. von Sayn (1420-1493) bildet das Gericht Altenkirchen aus den Kirchspielen Birnbach, Altenkirchen, Flammersfeld, Mehren, Hamm und Leuscheid. (vgl. Baldus 1986, S.172) (eb)
1465
- Erste saynische Landesordnung, gegeben von Graf Gerhard II. von Sayn (Burbach 1999, S. 205-210) (eb) - Es handelt sich um eine der frühesten Landesordnungen des römisch-deutschen Reiches; sie enthält keine konkret auf Altenkirchen bezogenen Bestimmungen. Eine Edition des vollständigen Textes bietet Neumann 1998. (ak)
1466
- Als Berechnungsgrundlage für die Reichssteuer, die die Grafschaft Sayn zu entrichten hat, wird ein "Anschlag" von 3 Reitern und 6 Fußknechten festgesetzt, eine Berechnungseinheit, die eigentlich den Beitrag zum Romzugheer bei der Erwerbung der Kaiserkrone bedeutete. (vgl. Vierbuchen 1988, S.135) (eb)
1471
- 3. März - Graf Gerhard II. zu Sayn verpflichtet sich gegen den Herzog Gerhard von Jülich und Berg und dessen Gemahlin Sophia von Sachsen, welche Schloss und Stadt Altenkirchen sowie die Kirchspiele ("sloss und stat zur Aldenkirchen mit synen kirspellen und zogehoere") in ihren Schutz genommen haben; Schloss Altenkirchen soll stets mit Lebens- und Kriegsmitteln ("mit prouanden und aller gereitschaft") versorgt gehalten werden (Lacomblet 1857, S. 443, Nr. 353). (ak)
1474
- Im Zusammenhang mit dem kölnisch-burgundischen Krieg (auch Burgundischer Krieg oder missverständlich nur Kölnischer Krieg genannt) ziehen Truppen aus dem Hessischen von Driedorf über Hachenburg kommend über Altenkirchen Richtung Siegburg (Landau 1840, S. 175). (ak)
1475
- Das 1475 ausgeschriebene "Mann-Buch der Grafschaft Sayn" verzeichnet 216 Namen der Lehensträger in der Grafschaft Sayn (vgl. Idelberger 1973, S.109) (eb) - Einen Bezug zu Altenkirchen weisen die folgenden Einträge auf: Die Brüder Gerhard Gilbrecht und Godehardt von Gebhardshain genannt von Kotzenroth haben 3 Mark Geld zu Altenkirchen zu Lehen (S. 138); Gerhard von Bicken, Adolph von Neuenhof genannt von der Leien und Johann von Hattert haben ihren Teil u. a. der Güter zu Koberstein, nämlich Haus und Weiher zu Koberstein innerhalb des äußersten Grabens und die Fischerei im Erbach von dessen Mündung in die "Soren" (Sörther Bach) an aufwärts (S. 139); Wilhelm von Imhausen hatte 5 Mark Geld aus der Weidbede ("vaid-bede") zu Altenkirchen zu Lehen (S. 141); Johann von Widderstein hat Burgsitz und Haus zu Altenkirchen und einen Hof zu Bergenhausen zu Lehen (S. 146) (Reisach 1835). (ak)
1476
- 13. Oktober - erwähnt: Wilhelm von Gollershoben Schultheiß von Altenkirchen (Briefwechsel Sayn-Berg 1449-1490 S.299. HStA Wiesbaden 340/3525) (bb)
1477
- September - Graf Gerhard II. zu Sayn bestätigt in einem Revers das pfälzische Lehen auf die ganze Grafschaft. (Bericht 1661, S. 21-22) (eb)
1478
- 14. April - In einem Weistum über die Bestrafung eines Mordes werden als Schöffen des Hohen Gerichts zu Altenkirchen genannt: Wilhelm von Goldingshoben, Schultheiß in Altenkirchen, Heyntze von Roede, Richter in Flammersfeld, Johann Stockener, Richter in Mehren, Dristen, Richter in Birnbach, Heynrich Smyt, Richter in Hamm und Johann von Bosenhusen, Richter in Altenkirchen. (Rausch 1921, S.73) (eb)
1485
- Als Berechnungsgrundlage für die Reichssteuer, die die Grafschaft Sayn zu entrichten hat, wird ein "Anschlag" von 7 Reitern und 6 Fußknechten festgesetzt, eine Berechnungseinheit, die eigentlich den Beitrag zum Romzugheer bei der Erwerbung der Kaiserkrone bedeutete. (vgl. Vierbuchen 1988, S.135) (eb)
1488
- Das Schloss in Altenkirchen wird bis 1529 Witwensitz von Johannette von Wied, Frau Gerhards III. von Sayn (vgl. Sommerfeld o. D., S. 63 ) (eb) - Der Heiratsvertrag zwischen Gerhard zu Sayn und Wilhelm und Johann Graf zu Wied betreffend Gerhards Heirat mit Johannetta zu Wied, Schwester der letzteren, wird am 5. Juli 1489 geschlossen. In das Jahr 1488 (14. April, 21. Dezember) datiert die vorausgegangene Eheberedung. Altenkirchen betreffende Regelungen zum Wittumssitz sind in diesen Jahren nicht formuliert worden (vgl. Schultze 1911, S. 103f. und S. 106). Erst 1506 scheint die verwitwete Johannetta zu Sayn in diese Richtung aktiv geworden zu sein. Die Frage, ob Johannetta zu Wied bereits 1489 oder erst nach dem Tod ihres Gatten Altenkirchen als Wittum erhielt, wurde im Rahmen lehensrechtlicher Auseinandersetzungen kontrovers behandelt (Anonymus 1664, Kap. XXVII).(ak)
1489
- Eine erste Eintragung in das Mirakelbuch von Marienthal belegt die Verbindungen der Gläubigen auch aus Altenkirchen zur Wallfahrtskirche in Marienthal. (Busch 1982, S.410-424, Nr. 47 und 48) (eb)
- 5. Juli - In Altenkirchen finden die Hochzeitsfeierlichkeiten zu der im Vorjahr verabredeten Ehe in Anwesenheit des regionalen Adels statt. (Seelbach,A. 1990, S.264) (eb)
1490
- 14. Juli - Papstbulle für den Grafen Sayn:
- Ostiensi Episcopi bulla,
- vermöge deren er Graf Gerharden zu Sayn und seiner Gemahlin erlaubet
- auf die Fasttäge an statt des Oehls, weil ihr clima rauh und daselbst keine
- Oelbäume wüchsen, Butter und Milchwerk, ausgenommen Käß, sich zu gebrauchen
- und zu eßen.
- Ao 1490 orig.
- (Quelle: In den aufgelisteten Papstbullen: Hauptstaatsarchiv Wiesbaden Bestand 340 Nr.1194 R.) (bb)
1491
- 24. Mai - Graf Gerhard II. von Sayn bestimmt in seinem Testament, sein ältester Sohn Gerhard solle allein Graf zu Sayn sein und Sayn, Hachenburg und Altenkirchen ("Aldenkirchen") mit allen Renten, Gülten, Nutzungen und Gefällen erhalten (Günther 1825, S. 700-708, Nr. 385) ) (ak)
1493
- Das Vogtgericht ist "nicht mehr nur für die Stadt, sondern für das ganze Kirchspiel zuständig." (650 Jahre Kettenhausen, S. 36) (sts)
- 20. Januar - Mit dem Tod Graf Gerhard II. von Sayn tritt sein Sohn Graf Gerhard III. von Sayn die Landesherrschaft an. (Gensicke 1958, S.275 Anmerkung 81) (eb)
1495
- Graf Gerhard III. von Sayn (1454-1506) belehnt die Ministerialen Mant von Limbach,die einen Burgsitz Coverstein, die Wasserburg Koberstein, und einen kleinen Hof in Dieperzen haben. (vgl. Sayn 1985, S. 214) (eb)
1496
- September - Graf Gerhard III. von Sayn bestätigt in einem Revers das pfälzischen Lehen über die Grafschaft. (Bericht 1661, S. 22-23) (eb)
1498
- 25. Juni - Johann von Gollershoben, Konventsherr und Bruder zu Marienstatt, überträgt sein Erbe vor Schultheiß und Schöffen des Gerichts binnen Altenkirchen an seinen Schwager Heyntzen Loer von Altenkirchen und dessen Frau Katharina von Gollershoben. Schultheiß ist Dietrich von Steinebach, als Schöffen werden Heytz Heingen, Johann Koch, Iwayn Johann und Tilgen Bruwer genannt. (vgl. Struck 1965, S. 583f., Nr. 1388.) (bb) (ak) - Die Familiennamen Loer (=Löher/Gerber) und Bruwer (=Brauer) können als Hinweise auf die Gewerbestruktur gewertet werden. (ak)
1500
- Es wird angenommen, dass die Stadt Altenkirchen um das Jahr 1500 weniger als 500 Einwohner hat (Wensky 2008, S. 30). (ak)
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