1251 - 1300

Aus AKdia
Wechseln zu: Navigation, Suche
Zurück

1252

12. Juni - In einer Urkunde für das Kloster Hemmerode nennt sich Graf Johann von Spanheim und Seine. (Goerz 1881, Nr. 946) (eb)

1253

20. September - Graf Johann von Sponheim erhält die Häfte der alten Grafschaft Sayn. (Goerz 1881, Nr. 1062) (eb)

1254

  • Gottfried von Sponheim (1253-1283) nennt sich in einer Urkunde des Bischofs von Utrecht Graf von Sayn. (Goerz 1881, Nr. 1150) Sein Vater Johann von Sponheim behält bis zu seinem Tod 1265 die Oberhoheit der Grafschaft. (Gensicke 1958, S.271) (eb)

1255

25. März - Die Grafen Johann von Spanheim und Gottfried von Sayn siegeln gemeinsam eine Urkunde für Rorich von Hachenburg. (Goerz 1881, Nr. 1183) (eb)
4. Juni - Graf Johann und sein Sohn Gottfried von Sayn bestätigen in Hachenburg dem Kloster Marienstatt eine Schenkung des verstorbenen Heinrich von Sayn. (Goerz 1881, Nr. 1210) (eb)
22. September - Gottfried von Sayn bezeugt in einer Urkunde des Grafen Theoderich von Kleve. (Lacomblet 1846, Nr. 419) (eb)

1257

27. Mai - Graf Gottfried von Sayn und sein Vater Graf Johann von Sponheim treten in einer Einigungsurkunde mit dem Grafen von Berg auf. (Lacomblet 1846, Nr. 440) (eb)
27. Mai - Graf Gottfried von Sayn bezeugt in einer Urkunde König Richards von Cornwall für die Stadt Köln. (Lacomblet 1846, Nr. 441) (eb)
15. Juli - Graf Gottfried von Sayn und sein Vater Johann von Spanheim bezeugen in einer Urkunde König Richards von Cornwall für Oberwesel. (Goerz 1881, Nr. 1412) (eb)

1258

  • Erste Erwähnung der Hohen Straße als Rheinische Kaufmannsstraße zwischen Köln und Frankfurt, die durch Altenkirchen verlief (Wiegard 1953, S. 97). (eb) - In der zitierten Quelle (Wiegard, Fritz: Die "Hohe Straße" erlebt die Geschichte unserer Heimat. - Heimat-Kalender für den Kreis Neuwied 1953, S. 97) findet sich kein Hinweis, woraus die Datierung abgeleitet wird. Völlig unabhängig davon sind die Anfänge der "Hohen Straße" in einem schon lange vor dem Mittelalter genutzten Fernweg zu sehen, der den Raum Köln über einen den Westerwald querenden Wasserscheiden-Weg mit der Wetterau und dem Untermaingebiet verband. (ak) Vgl. den Eintrag zum 11./14. November 1259. (eb)
13. September - Der Kölner Erzbischof Konrad vermittelt einen Vergleich über die Anlage von Befestigungen zwischen Mechthild von Sayn und Gottfried von Sayn. (Cardauns 1880, Nr. 12) (eb)

1259

6. August - Graf Gottfried von Sayn tritt in einer Urkunde von Gerlach, Herr von Isenburg auf. (Lacomblet 1846, Nr. 473) (eb)
2. September - Graf Gottfried von Sayn unterwirft sich in einem Schiedsstreit mit den Grafen von Nassau dem Spruch des Grafen von Geldern und des Bischofs von Lüttich, in dem er den Wildbann um Freusburg erhält. (Philippi 1887, S. 21) (eb)
1. Oktober - Graf Gottfried von Sayn tritt in einer Urkunde des Kölner Erzbischofs Conrad als Zeuge auf. (Lacomblet 1846, Nr. 476) (eb)
11./14. November - Der Kölner Erzbischof Konrad von Hochstaden regt einen Landfrieden mit den Landesherren von Kleve, Jülich, Berg und Sayn sowie dem Bischof von Utrecht an, dem sich fast alle Landesherren und Zollinhaber der nördlichen Rheinlande zur Öffnung der Handelswege und der Beschränkung der Transitabgaben anschließen. (Pfeiffer 1997, S.575) Dieser wird wenige Tage danach im Besein von Vertretern auch des Syaner Grafen beschworen. (Lacomblet 1846, Nr. 478) (eb)

1260

Juli - Graf Gottfried und seine Frau Jutta verzichten auf alle Ansprüche an Zehnten gegen die Pfarrei Rheinbrohl des Stiftes Kaiserswerth. (Kelleter 1904, Nr. 48) (eb)
6. Juli - Graf Gottfried von Sayn und sein Vater Johann von Spanheim treten in einer Urkunde über den Erbverzicht der Brüder von Hueckeswagen als Zeuge auf. (Lacomblet 1846, Nr. 493) (eb)
21. Juli - In einer Urkunde des Kölner Erzbischofs Konrad droht dieser dem Grafen Gottfried von Sayn und seiner Ehefrau Jutta schwere Konsequenzen an, wenn sie sich nicht an die Zusagen bezüglich des Zehnten von Rheinbrohl halten sollten. (Kelleter 1904, Nr. 49) (eb)

1261

21. Juni - Graf Gottfried von Sayn tritt in einer Sühneurkunde des Erzbischofs von Köln als Zeuge auf. (Goerz 1881, Nr. 1703) (eb)
16. Oktober - In einem Schreiben des Kölner Magistrats an Papst Urban IV. bittet dieser darum, nicht den bereits gewählten, aber noch nicht bestätigten Erzbischof Engelbert II. nach Rom zu befehlen, weil u. a. Graf Gottfried von Sayn das kölnische Land bedrohe. (Knipping 1913, Nr. 2183, S.2/3) (eb)
November - Graf Gottfried von Sayn ist unter den Zeugen eines Vergleichs des Erzbischofs Henrich von Trier für das Kloster Marienstatt. (Goerz 1881, Nr. 1732) (eb)

1262

  • Von der Witwe Heinrichs III. von Sayn, Mechthild von Sayn, gibt es einen original erhaltenen Brief in (mittelhoch-)deutscher Sprache in einer juristischen Angelegenheit, der als ältester Brief in deutscher Sprache gelten kann. (Bohn 2002, S. 430-439) (eb)
2. März - Der Kölner Erzbischof Engelbert bekundet seine Verpflichtung gegenüber seiner Verwandten Mechthild, frühere Gräfin von Sayn. Diese hat schon zu Lebzeiten dem Erzstift ihre rechtsrheinischen Besitzungen übergeben. Ihr zu Lebzeiten verbleibendes Gut wird garantiert. (Landeshauptarchiv Koblenz Best. 30, Nr. 6161) Damit geht nach ihrem Tode auch der übrige Besitz in das Eigentum des Erzstifts und der Kölner Kölner Kirche über. (Flach 1982, S. 28) (eb)
28. August - Graf Gottfried von Sayn ist unter den Zeugen eines Vergleichs des Erzbischofs Henrich von Trier. (Goerz 1881, Nr. 1811) (eb)

1263

8. Januar - In einer Urkunde bestätigt Papst Urban IV. in Orvieto die Übergabe der Güter der Gräfin von Sayn an das Kölner Erzstift. (Landeshauptarchiv Koblenz, Bestand 30, Nr. 6163) (eb)
16. Dezember - In der Auflistung der Garanten einer Schiedsgerichtsfrage zwischen der Stadt und dem Kölner Erzbischof wird der Graf von Sayn genannt. (Goerz 1881, Nr. 1932) (eb)

1264

Mai - Graf Johann von Spanheim und sein Sohn Graf Gottfried von Sayn beurkunden einen Verzicht zu Gunsten des Klosters Hemmenrode. (Goerz 1881, Nr. 1987a) (eb)
15. September - Auf der Burg Sayn schließen Johann von Sponheim und sein Sohn Gottfried von Sayn einen Vertrag mit dem Kloster Laach. (Landeshauptarchiv Koblenz, Bestand 128, Nr. 715) (eb)

1265

22. Januar - Die Brüder Gottfried von Sayn und Heinrich von Sponheim einigen sich nach dem Tode ihres Vaters Johann auf eine Teilung des Erbes. Gottfried behält die Grafschaft Sayn mit den Burgen Sayn, Hachenburg, Freusburg und Weltersburg. (Günther 1823, Nr. 211, S. 235-237) Vgl. auch Mötsch 1987 (Nr. 65, S. 101-102). (eb)
2. April - Graf Johann von Spanheim verkauft in Bonn mit Zustimmung seiner Söhne Gottfried von Sayn und Heinrich von Sponheim Güter an das Erzstift Köln. (Goerz 1881, Nr. 2063) (eb)

1267

25. Januar - Graf Gottfried von Sayn und seine Frau Jutta einigen sich mit dem Herrn von Heinsberg. Im Text der Urkunde werden Blankenberg im Gerichtsbezirk Birnbach (officio de byrenbag), ein Hachenburger Zeuge und Eipe (Kircheib) als Ort der Vereinbarung genannt. (Lacomblet 1846, Nr. 576) Vgl. dazu die Einträge unter 1268.(eb)

1268

  • Der Zentgerichtsbezirk Birnbach wird als "officium de Byrenbag" urkundlich genannt. Er umfasst die Kirchspiele Birnbach, Altenkirchen, Flammersfeld, Mehren, Hamm, Leuscheid, Altstadt, Hachenburg, Kroppach, Alpenrod und bildet damit den Ostteil des Auelgaus (Baldus 1986, S.172). (eb)
25. Januar - Graf Gottfried von Sayn schließt zu Kircheib einen Vergleich mit Theoderich Herr von Heinsberg über die Anteile an der Löwenburg bzw. Freusburg. (Goerz 1881, Nr. 2328) (eb)
18. Februar - Graf Gottfried verständigt sich mit seinen Nachbarn über Grenzstreitigkeiten. (Lacomblet 1846, Nr. 588) (eb)

1269

28. Januar - Graf Gottfried von Sayn tritt in einer Bürgschaftserklärung für den Herzog von Limburg auf. (Ennen 1863, S.553) (eb)
18. Februar - Graf Gottfried von Sayn ist unter den Vermittlern eines Sühnevertrages zwischen Graf Adolf von Berg und Theoderich Herr von Heinsberg. (Goerz 1881, Nr. 2411) (eb)
Juni - Graf Gottfried von Sayn siegelt mit dem Abt von Marienstatt in einer Klagesache gegen die Abtei Hemmenrode (Goerz 1881, Nr. 2443) (eb)

1270

Mai - Eine Urkunde Graf Gottfrieds von Sayn über eine Schenkung an das Kloster Marienstatt nennt unter den Zeugen den Pleban Godefried von Aldenkyrgin. (Goerz 1881, Nr.2511, Struck 1965, Nr. 76, S. 38f) (eb)
29. Juni - Heinrich gen. Stoggeleid macht im Aufbruch zum (7.) Kreuzzug sein Testament und vermacht seine Güter in Mauden und Langenbach bei Kirburg dem Abt und Konvent von Marienstatt; die Güter sollen jedoch im Erbfall an Meffrid und Arnold von Bergenhausen (Bergerinhusin) verliehen werden. (Struck 1965, Nr. 77, S. 39) (ak)(eb)
15. August - Graf Gottfried von Sayn beurkundet in Kroppach für das Kloster Marienstatt. (Goerz 1881, Nr. 2530) (eb)

1272

27. Februar - Graf Gottfried von Sayn besiegelt eine Urkunde des Friedrich von Isenburg. (Stadtarchiv Köln - Bestand 210 Domstift) (eb)
19. Mai - Graf Gottfried von Sayn siegelt einen Kaufbrief für das Kloster Marienstatt. (Goerz 1881, Nr. 2717) (eb)

1273

22. August - Pfalzgraf Ludwig vom Rhein, Herzog von Bayern, belehnt in Bacharach Graf Gottfried von Sayn mit der Grafschaft Sayn. (Goerz 1881, Nr. 2845) (eb)
11. September - Die Pfalzgrafen legen 1661 einen Revers über die Belehnung Graf Gottfrieds I. von Sayn mit der Grafschaft durch Pfalzgraf Ludwig vor. (Bericht 1661, S. 17-18) Text bei Günther 1823, Nr. 251, S. 380) (eb)

1274

19. Februar - Graf Gottfried von Sayn bezeugt in Haguenau in einer Urkunde König Rudolfs. (Goerz 1886, Nr. 43) (eb)
23. März - Graf Gottfried von Sayn bezeugt in Gelnhausen in einer Urkunde Ludwigs von Isenburgs für den Deutschen Orden. (Goerz 1886, Nr. 51) (eb)
26. Mai - Graf Gottfried von Sayn bezeugt in Lyon in einer Urkunde des Bischofs von Regensburg. (Goerz 1886, Nr. 79) (eb)
6. Juni - Graf Gottfried von Sayn ist als Bote des Königs Rudolf zum Papst nach Lyon gereist. (RI VI,1, Nr.172) (eb)
Juli - Graf Gottfried vob Sayn verspricht in Koblenz, den Deutschen Orden in Lothringen nicht mehr zu belästigen. (Goerz 1886, Nr. 101) (eb)

1275

2. Oktober - Graf Gottfried von Sayn bezeugt in Treis in einer Urkunde des Erzbischofs von Trier für das Nonnenkloster Engelport. (Goerz 1886, Nr. 218) (eb)

1276

  • Papst Johannes XXI. bestätigt dem Kloster Marienstatt alle bisher von seinen Vorgängern verliehenen Privilegien und die Freiheit von weltlichen Steuerzahlungen. (Hillen 2012, S. 30) (eb)
4. Februar - Graf Gottfried von Sayn bestätigt in Wallmerod dem Kloster Marienstatt die Schenkungen seiner Ahnen. (Goerz 1886, Nr. 256) (eb)
5. April - König Rudolph belehnt in Mainz Graf Gottfried von Sayn mit dem Schloss Homburg und erlaubt ihm, es seiner Frau Jutta als Witwensitz zu übertragen. (Goerz 1886, Nr. 272) (eb)

1277

19. Februar - Graf Gottfried von Sayn ist in Münstermaifeld Mitsiegler einer Urkunde des Hermann von Müllenark für den Trierer Erzbischof Henrich. (Goerz 1886, Nr. 382) (eb)
7. April - Graf Gottfried von Sayn tritt in Deutz einem Bündnis mit dem Bischof von Paderborn gegen den Erzbischof Sigfrid von Köln bei. (Ennen 1867, S. 124) (eb)
25. Juni - Graf Gottfried von Sayn tritt als einer der Schlichter eines Familienstreits in der Familie der Grafen von Spanheim auf. (Goerz 1886, Nr. 424) (eb)
30. Juni - Graf Gottfried von Sayn bezeugt in Holler eine Urkunde des Grafen Otto von Nassau für den deutschen Orden. (Wyss 1879, Nr. 340, S. 255/56) (eb)
8. November - Graf Gottfried von Sayn ist in Koblenz Mitsiegler einer Urkunde des Friedrich von der Neuen Burg in Kobern für den Trierer Erzbischof Henrich. (Goerz 1886, Nr. 455) (eb)

1278

19. August - In einer Urkunde des Erzbischofs Heinrich von Trier tritt Graf Gottfried von Sayn als Vermittler eines Vergleichss in Koblenz auf. (Goerz 1886, Nr. 544) (eb
2. Dezember - Graf Gottfried von Sayn ist Zeuge einer Tauschurkunde des Trierer Erzbischof Henrich und des Abts von Sayn. (Goerz 1886, Nr. 568) (eb)

1279

9. April - Graf Gottfried von Sayn ist in Kastellaun unter den Zeugen einer Sühneurkunde des Wildgrafen Emicho mit den Grafen von Sponheim. (Goerz 1886, Nr. 598) (eb)
11. August - Graf Gottfried von Sayn ist in Trier Mitsiegler eines Vertrages des Erzbischofs Heinrich von Trier zu Gunsten des Deutschen Hauses in Trier. (Goerz 1886, Nr. 631) (eb)
14. Oktober - Graf Gottfried von Sayn vermittelt eine Sühne der Grafen von Jülich mit dem Kölner Erzbischof Sigfrid. (Lacomblet 1846, Nr. 730) (eb)

1280

31. August - Graf Gottfried von Sayn bezeugt in Wien eine Stiftungsurkunde von König Rudolf für das Kloster Tuln. (Goerz 1886, Nr. 737) (eb)

1281

  • Graf Gottfried von Sayn vermittelt in einem Streit um Besitzungen des Cassiusstifts in Kroppach. (Handschrift B im Münsterarchiv Bonn, zitiert nach Höroldt 1984 (S. 181, Anmerkung 141)). (eb)
5. August - Graf Gottfried von Sayn bezeugt in Nürnberg in einer Urkunde König Rudolfs für den Grafen von Hennegau. (Goerz 1886, Nr. 832) (eb)

1282

19. Januar - Graf Gottfried von Sayn ist in Oppenheim Mitsiegler in einer Urkunde König Rudolfs. (Böhmer 1870, Nr. 431, S. 337) (eb)
22. Februar - Graf Gottfried von Sayn bezeugt in einer Urkunde des Propstes von Xanten. (Lacomblet 1846, Nr. 778) (eb)
15. Juni - Graf Gottfried von Sayn nimmt in Worms an einer Gerichtssitzung von König Rudolf in Sachen der Grafen von Flandern und von Hennegau teil. (Goerz 1886, Nr. 945) (eb)
6. September - Gottfried von Sayn vermittelt als Schiedsrichter zwischen den Grafen von Geldern und von Kleve. (Lacomblet 1846, Nr. 769) (eb)
5. November - Graf Gottfried von Sayn ist in Mainz Zeuge in einer Urkunde König Rudolfs für den Grafen von Katzenelnbogen. (Goerz 1886, Nr. 998) (eb)

1283

20. Februar - Graf Gottfried von Sayn zeichnet in Kirchberg eine Schiedsurkunde in einer sponheimischen Angelegenheit. (Mötsch 1987, Nr. 120) (eb)
1. Oktober - Graf Gottfried von Sayn ist in Koblenz Mitsiegler einer Bannurkunde gegen Aufrührer gegen den Erzbischof von Trier. (Goerz 1886, Nr. 1087) (eb)
31. Oktober - Nach dem Tod Graf Gottfrieds (Goerz 1886, Nr. 1109) folgt ihm sein Sohn Johann I. von Sayn (1283-1324). (Gensicke 1958, S. 272) (eb)
nach 31. Oktober - Jutta von Sayn, die Witwe Gottfrieds, und der Sohn Johann I. von Sayn schenken anlässlich des Todes des Grafen Gottfried dem Kloster Marienstatt jährliche Einkünfte aus verschiedenen Liegenschaften. (Goerz 1886, Nr. 1109) (eb)
Anmerkung: In der historisch-landeskundlichen Literatur finden sich seit Jahrhunderten irritierend widersprüchliche Angaben zu den Landesherren mit Namen Johann aus dem Hause Sayn. Nach einer weit verbreiteten Auffassung wird der am 23. Nov. 1324 verstorbene Graf als Johann I. von Sayn gezählt (Moser 1749, Dahlhoff 1874, Gensicke 1958). Nach einer anderen Lesart ist Graf Johann von Sponheim als Johann I. von Sayn zu werten (so z. B. Gründliche Deduktion 1745). Die von Moser 1749 gebrachte Stammtafel lässt aus ungeklärten Gründen auf Johann III. von Sayn Johann V. folgen, und somit endet diese Reihe mit Johann VI., welcher 1560 verstarb. Hauptsächlich über Dahlhoff 1874 dürften die widersprüchlichen Angaben Eingang in die heimatgeschichtliche bzw. regionalgeschichtliche Literatur gefunden haben. Sie finden sich auch in aktuellen internetbasierten Darstellungen, so z. B. unter www.regionalgeschichte.net oder unter de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Sayn. Für diese Übersicht ist bisher der Darstellung von Gensicke 1958 gefolgt worden. (ak)
Korrektur: Schwennicke 2010 hat eine neue Zählung vorgelegt, der auch Hardt 2012 durchgängig folgt. Danach folgt auf Johann III. in der Zählung Johann VIII., gefolgt von Johann IX.. Für diese beiden Grafen wurde die Zählung in dieser Chronik umgestellt. (eb)

1284

13. Juni - Graf Johann I. von Sayn unterwirft sich einem Schiedsspruch bezüglich des Schlosses zu Wildenburg. (Goerz 1886, Nr. 1159) (eb)
22. Juli - Graf Johann I. von Sayn unterwirft sich einem Schiedspruch zu Gunsten des Stifts Kaiserswerth. (Kelleter 1904, Nr. 80) (eb)

1286

23. Februar - Graf Johann I. von Sayn, Burggraf von Kaiserswerth, unterwirft sich einem Schiedsverfahren im Streit mit dem Grafen von Neuahr. (Goerz 1886, Nr. 1322) (eb)

1287

2. Januar - Graf Johann I. von Sayn bittet den Herzog von Bayern, seiner Mutter Jutta überlassene Wittumsanteile bei Nümbrecht weiter zu gewähren. (Goerz 1886, Nr. 1390) (eb)
18. Juni - Graf Johann I. von Sayn stellt dem Grafen Eberhard von der Mark eine Pfandurkunde aus. (Goerz 1886, Nr. 1450) (eb)
23. August - Graf Johann I. von Sayn erklärt sich einverstanden, die Mitgift für seine Frau Elisabeth von seinem Schwiegervater, dem Landgrafen Heinrich von Hessen, erst nach Eintreffen des Dispenses für seine Heirat zu erhalten. (Goerz 1886, Nr. 1470) (eb)
27. August - Graf Johann I. von Sayn erklärt sich einverstanden, die Mitgift für seine Frau Elisabeth von seinem Schwiegervater, dem Landgrafen Heinrich von Hessen, erst zu einem diesem genehmen Termin ausgezahlt zu erhalten. (Grotefend/Rosenfeld 1991, Nr.272) (eb)

1288

12. Mai - Graf Johann I. von Sayn verfügt für den Fall des Todes seiner Mutter über einige ihrer Lehen. (Goerz 1886, Nr. 1546) (eb)
23. August - In einer Urkunde des Gerhard von Selbach tritt Graf Johann (I.) von Sayn auf. (Philippi 1887, S. 35) (eb)
31. August - In einer Lehensurkunde des Grafen Johann I. von Sayn und seiner Frau wird Johann von Bassenheim mit Einkünften in Bodendorf und Irlich belehnt. (Goerz 1886, Nr. 1574) (eb)

1289

9. August - Graf Johann I. von Sayn und seine Frau Elisabeth verzichten auf ihre Erbansprüche gegen den Landgrafen von Hessen. (Grotefend/Rosenfeld 1991, Nr. 288) (eb)

1290

14. April - Graf Johann I. von Sayn schliesst ein Bündnis mit dem Grafen von Berg. (Lacomblet 1846, Nr. 885) (eb)
21. Juni - Graf Johann I. von Sayn kauft von St. Marien in Utrecht einen Hof ein Bedendorp. (Goerz 1886, Nr. 1789) (eb)

1291

29. November - Graf Johann I. von Sayn ist Mitsiegler einer Schiedsurkunde wegen Ansprüchen gegen das Kloster Rommerdorf. (Goerz 1886, Nr. 1958) (eb)

1292

27. Februar - Graf Johann I. von Sayn und seine Frau Elisabeth bestätigen alle Freiheiten und Rechte des Klosters Marienstatt. (Struck 1965, Nr. 164) (eb)

1293

12. März - Graf Johann I. von Sayn bestätigt dem Deutschen Haus in Koblenz früher gewährte Privilegien. (Goerz 1886, Nr. 2140) (eb)

1294

14. April - Die Grafschaft Sayn wird geteilt. Mitsiegler der Urkunde ist König Adolf von Nassau. (Goerz 1886 Nr.2274) Altenkirchen bleibt bei Graf Johann I. von Sayn. (Gensicke 1958, S. 273) Dieser macht Hachenburg zur Residenz, das so zum Hauptort der Grafschaft aufsteigt. (Struif 1999, S.25) (eb) (Landesherrschaft)

1295

8. Januar - Graf Johann I. von Sayn bezeugt in Mühlhausen in einer Urkunde von König Adolf für den Markgrafen von Brandenburg. (Goerz 1886, Nr. 2357 (eb)
28. Juli - Graf Johann I. von Sayn tritt als Zeuge in einer Urkunde des Grafen von Berg auf. (Lacomblet 1846, Nr. 953) (eb)
12. August - Graf Johann I. von Sayn verkauft an den Herzog Johann von Brabant die Hälfte des Schlosses zu Bedendorf und erhält sie als Lehen. (Goerz 1886, Nr. 2423 (eb)
20. Dezember - Graf Johann I. von Sayn wird auf Burg Lahneck Burgmann des Erzbischofs von Mainz. (Goerz 1886, Nr. 2460) (eb)

1296

6. April - Graf Johann I. von Sayn wird in einer Urkunde des Papstes Bonifatius VIII. angehalten, geraubte Kircheneinkünfte zu erstatten. (Sauerland 1902, Nr. 26) (eb)

1297

16. Februar - Der Dechant von St. Severin in Köln lässt in päpstlichem Auftrag Graf Johann I. von Sayn zu einer Verhandlung laden. (Goerz 1886, Nr. 2611) (eb)
20. April - Graf Johann I. von Sayn stellt einem Andernacher Ritter eine Urkunde aus. (Landeshauptarchiv Koblenz, Bestand 128, Nr. 861) (eb)

1298

4. September - Der Dechant von St. Severin in Köln fordert als vom Papst eingesetzter Richter den Erzbischof Wikbold von Köln auf, mit weltlichen Mitteln gegen Graf Johann I. von Sayn vorzugehen, um das Urteil gegen ihn wegen der Beraubung von Einkünften in Engers durchzusetzen. (Goerz 1886, Nr. 2792) (eb)
22. September - "Johann Edler v. Nuenare und Herr v. Saffenberg bekennt, dass er von seinem Vetter (consanguineo) Grafen Jo.(hann) v. Sene 200 Mark Lehensgeld erhalten habe, und beweist dafür 20 Mark Lehensrente, nämlich 8 Mark aus den Gütern zu Rudesberg, welche er von Jo. (hann) dem Sohne Leo's gekauft hat, und 12 Mark in Aldenkirgin." (Goerz 1886, Nr. 2795)
  • Altenkirchen mit Schloss, Stadt und Amt kommt zur Herrschaft Sayn. Zum Amt Altenkirchen gehören die Kirchspiele Altenkirchen, Birnbach und Mehren. Frühere Besitzer waren die Grafen von Neuenahr. (Moser 1749, S. 398) (ak)
Anmerkung: Es ist schwer nachvollziehbar, wie aus dieser Urkunde die von Moser 1749 (S. 398) getroffenen Aussagen abgeleitet :werden können. Unter Berufung auf Moser 1749 führt auch Heinrich Gottfried Gengler (Hrsg.): Codex Juris Municipalis Germaniae Medii :Aevi. Regesten und Urkunden zur Verfassungs- und Rechtsgeschichte der deutschen Städte im Mittelalter. Erster Band. Erlangen 1863, S. :30, die Grafen von Neuenahr als Vorbesitzer Altenkirchens an. Dem fügt Gengler noch irrig hinzu, Altenkirchen sei zum Hauptort der :Herrschaft saynischer Grafen erhoben worden. J. J. Moser hat seine Angaben evtl. nachlässig recherchiert, ist aber evtl. auch ein :parteiischer Berichterstatter. Denn der Status von Schloss, Stadt und Amt Altenkirchen war Gegenstand lehensrechtlicher :Auseinandersetzungen (Anonymus 1664, Cap. XXV-XXVII; Haas 1797, S. 166). Wahrscheinlich haben Dahlhoff 1874, Mooren 1892 und Bitterauf-Remy 1935 gleichlautende Angaben ungeprüft übernommen.(ak)

1300

15. März - Graf Johann (I.) von Sayn verbündet sich mit dem Erzbischof Wichold von Köln als sein Lehensmann gegen König Albrecht von Habsburg. (Lacomblet 1853, Nr. 5) (eb)
6. April - Der Dechant von St. Severin in Köln befiehlt die Exkommunikation von 17 Plebanen (der Grafschaft Sayn), weil sie ungeachtet der Exkommunikation des Grafen Johann (I.) von Sayn geistliche Amtshandlungen ausgeführt hätten; davon sind auch die Plebane (= Leutpriester, also der tatsächliche Verwalter der Pfarrstelle) von Altenkirchen ("Aldinkirgin"), Almersbach und Birnbach betroffen (vgl. Goerz 1886, Nr. 3007). (ak) (eb)




Navigation

bis 1 v.Chr.

0001 - 1000 n.Chr.  · 1001 - 1100 n.Chr.  ·1101 - 1150 n.Chr.  ·1151 - 1200 n.Chr.  ·1201 - 1250 n.Chr.  · 1251 - 1300 n.Chr.  ·1301 - 1350 n.Chr.  · 1351 - 1400 n.Chr.  ·1401 - 1500 n.Chr.  · 1501 - 1520 n.Chr.  · n.Chr.  · 1521 - 1540 n.Chr.  · 1541 - 1560 n.Chr.  · 1561 - 1580 n.Chr.  · 1581 - 1600 n.Chr.  · 1601 - 1620 n.Chr.  · 1621 - 1640 n.Chr.  · 1641 - 1660 n.Chr.  · 1661 - 1680 n.Chr.  · 1681 - 1700 n.Chr.  · 1701 - 1720 n.Chr.  · 1721 - 1740 n.Chr.  · 1741 - 1760 n.Chr.  · 1761 - 1780 n.Chr.  · 1781 - 1800 n.Chr.  · 1801 - 1810 n.Chr.  · 1811 - 1820 n.Chr.  · 1821 - 1830 n.Chr.  · 1831 - 1840 n.Chr.  · 1841 - 1850 n.Chr.  · 1851 - 1860 n.Chr.  · 1861 - 1870 n.Chr.  · 1871 - 1880n.Chr.  · 1881 - 1890n.Chr.  · 1891 - 1900n.Chr.  · 1901 - 1910 n.Chr.  · 1911 - 1920 n.Chr.  · 1921n.Chr.  · 1922 n.Chr.  · 1923 n.Chr.  · 1924 n.Chr.  · 1925 n.Chr.  · 1926 n.Chr.  · 1927 n.Chr.  · 1928 n.Chr.  · 1929 n.Chr.  · 1930 n.Chr.  · 1931 n.Chr.  · 1932 n.Chr.  · 1933 n.Chr.  · 1934 n.Chr.  · 1935 n.Chr.  · 1936 n.Chr.  · 1937 n.Chr.  · 1938 n.Chr.  · 1939 n.Chr.  · 1940 n.Chr.  · 1941 n.Chr.  · 1942 n.Chr.  · 1943 n.Chr.  · 1944 n.Chr.  · 1945 n.Chr.  · 1946 - 1950 n.Chr.  · 1951 - 1960 n.Chr.  · 1961 - 1970 n.Chr.  · 1971 - 1980 n.Chr.  · 1981 - 1990 n.Chr.  · 1991 - 2000 n.Chr.  · 2001 - 2005 n.Chr.  · 2006 - 2010n.Chr.  · 2011 - 2015 n.Chr.  ·2016 - 2020 n.Chr.  


Hauptseite  · Die Stadtchronik von Altenkirchen (Westerwald)  · Gang durch die Geschichte: Altenkirchen - Von den Anfängen bis 1945 · Jubiläen  · Das Projekt AKdia  · Einzelne Themen und Verzeichnisse  · Veröffentlichungen im Rahmen AKdias  · Quellentexte  · Literatur & Belege  · Prinzipien  · Links  · Nachrichten  · Vorlagen